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Der jüdische Student · 1921-04-01 · Heft 3 (April 1921) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
18 (1921)
Issue
Heft 3 (April 1921)
Date
1921-04-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Zionistische Dienstpflicht 85 unsere Teilnahme möglich zu machen und zu fordern. Andererseits wird die Aufgabe, bei aller Schwierigkeit im Praktischen, als geistige Angelegenheit einfach genug sein, die Differenzierung der Meinungen wird nicht von so entscheidender Bedeutung sein; <laß die Stellungnahme zu differenten Anschauungen das Charakteristische an einer politischen Betätigung und ein Verzicht auf .sie Verzicht auf politisches Interesse überhaupt bedeutet. Es ist möglich, daß wir überflüssig werden, wenn ein politisches Zentrum in Palästina durch eigenes Leben die politischen Interessen absorbiert. Dann hätten wir das, was wir heute als den Sinn unserer Existenz ansehen können, erreicht, und dürften zufrieden sein. Solche Betrachtungen interessieren uns heute nicht. Heute kommt es darauf an, daß dieses Zentrum durch Mitwirkung politisch erzogener Menschen geschaffen werden muß, daß diese Mitwirkung am politischen Leben unsere Aufgabe ist und das Kartell zum Leben zwingt. \ ede Debatte über zionistische Dienstpflicht im K. J. V. ist eine J Debatte über die Existenzberechtigung des K. J. V. und über den Zionismus der K. J. V.er. Difcr Zionismus tritt in die Epoche seiner Verwirklichung. Aus Gedanken soll sichtbare Leistung, aus Theorie über das Volk, Arbeit für das Volk werden. Das Große an unserer Idee, das wäs uns Westjuden, die in ihrer Entwicklung vom Judentum abgedrängt waren, dem jüdischen Volke wiedergewonnen hat, ist die Vorstellung des Judenstaates als Endziel und Ausgang einer "jüdischen Renaissance, Das Maß des augenblicklichen Kräfteein* satzes ist — vielleicht unkorrigierbar ausschlaggebend für die endgültige Verwirklichung des großen Gedankens. Daß im Augenblick alle Organisationen, die sich der Zionismus geschaffen hat, Organe der Aufbauarbeit werden, ist selbstverständlich und ebensoselbstverständlich ist, daß die persönliche Leistung in erster Linie vollbracht wird von denen, die sich bisher als Zionisten bezeichnet haben. Ihnen fällt die Aufgabe zu, den schwersten Teil der Arbeit, den Anfang zu vollbringen und beispielgebend und die anderen mit sich fortreißend alle. Kreise -der Juden zu dieser Arbeit heranzuziehen. Von fast allen Juden erhoffen wir, daß sie verstehen .werden, daß sie zum mindesten •dunkel ahnen werden, daß jetzt eine Entscheidungsstunde ^gekommen ist, in w.elcher das Geschick unseres Volkes zwischen \ Zionistische Dienstpflicht Von Egon Rosenb e r g

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