Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 2 (März 1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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46 K.J.V. und Blau-Weiß sonders für die fast restlose Aufhebung der Unterschiede zwischen A.C. und B.C., wie sie die neue Kartellordnung bringt. Auf ihr beruhte die erzieherische Gliederung der früheren Jahre. Ihr notwendiger Fortfall hat die Autoritätslosigkeit hervorgerufen, die wir jetzt überall sehen. 2. Bisher war der C. C. lediglich ein Arbeitsausschuß. Seine neue Bedeutung wird die erzieherische Arbeit wieder zum lebendigen Mittelpunkt der Verbindung machen können. 3. Selbstverständlich berührt diese Neuorganisation der Verbindungen auch Uas Verhältnis der Alten Herren zum Kartgll. Wollen wir vermeiden, daß die Altherrenschaft völlig aus dem Kartell herauswächst, indem sie an der neuen Arbeit der Verbindung notwendigerweise nicht teilnehmen kann, so muß auch eine Neubelebung der Altherrenbünde und Bezirksverbände Platz greifen, die diese zu genau, so lebendigen Gemeinschaften erhebt, wie die Verbindungen es sein sollen, natürlich mit entsprechend geändertem Inhalt. Daß die Alten Herren genau so wie bisher auf den Kartelltagen stimmberechtigt sein sollen, und daß die Leiter der Altherrenbünde und Bezirksverbände an der Erziehungstagung beteiligt sein sollen, ergibt sich aus dem Obengesagteli von selbst. Diese Thesen sollen die Grundlage eines Referats bilden, das auf der Erziehungstagung ihren Inhalt in den Rahmen weiter ausgreifender Zusammenhänge spannt. K.J.V. und Blau/Weiß von Moritz Bileski, Berlin Zwischen der Bundesleitung des Blau-Weiß und dem Präsidium des K. J. V. fand eine Besprechung statt, in der die Möglichkeiten gemeinsamer Arbeit untersucht werden sollten. Die Aussprache hatte ein gutes Ergebnis, das günstige Aussichten für die zukünftige Arbeit beider Gruppen eröffnet. Wenn dieser Erfolg eingetreten ist, an dem wohl bis vor kurzem viele Angehörige sowohl des Kartells als des Bundes gezweifelt hätten, so liegt der Grund darin, daß die gemeinsame Arbeit einem wirklichen inneren Bedürfnis entspricht. Man kam nicht zusammen, um sich kühl und zweckmäßig zu überlegen, wie man einander nützen könne. Man kam auch nicht auf den Gedanken, daß man sich gegenseitig Vorzüge und Fehler vorzurechnen hätte. Vielmehr prüften die führenden K.J.V.er und die führenden Blau -Weißen die inneren Voraussetzungen und Notwendigkeiten ihrer eigenen Arbeit, und auf diese Weise, aus \