Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Der dritte Kartelltag 11 Was den B. Z. K. betrifft, so stellte eine Kommission, die auf Antrag der Hasmonaea - Breslau vom Kartelltag eingesetzt wurde, einstimmig fest, daß sie nicht in der Lage sei, dem Kartelltag positive Vorsehläge zur Einleitung von Fusionsverhandlungen zu machen. Weiter beschäftigte der B. Z. K. den Kartelltag nicht Dagegen lagen dem Kartelltag eine Anzahl Gesuche fremder Verbindungen um Aufnahme in das K. J. V. vor. Dies machte die Schaffung der Institution von hospitierenden Verbindungen notwendig. Als erste dieser hospitierenden Verbindungen ist die Vereinigung jüdischer Studierender Kadimah am Polytechnikum zu Friedberg aufgenommen worden. Als eigene Organisation wurde die Gruppe Darmstadt endgültig in das K. J. V. aufgenommen. — Das K. J. V. selbst ist auf Beschluß des Kartelltags der zionistischen Studenten-Weltorganisation beigetreten, deren praktische Bedeutung allerdings vorläufig noch nicht erwiesen ist. Die Leipziger Bundesbrüder hatten den Kartelltag technisch gut vorbereitet. Auch an geselligen Veranstaltungen ließen sie es nicht fehlen. Sie sorgten in jeder Weise dafür; daß die auswärtigen Bundesbrüder sich wohl fühlten und den Kartelltag auch in dieser Beziehung in gutem Andenken bewahren. Die Leipziger zionistische Ortsgruppe gab uns zu Ehren einen Ball. Wir, wollen hoffen, daß der Kartelltag die Hatikwah - Leipzig auch in ihren lokalen Interessen gefördert hat. — Wenn noch etwas r-zu rügen ist, so ist das die Redewut unserer Bundesbrüder. So anerkennenswert das Interesse ist, so ist es nicht durchaus notwendig, daß jede Sache zehnmal gesagt wird. Wenn auch schon einiges besser geworden ist, so wäre hier etwas mehr Selbstdisziplin am Platze. — Wir gingen mit wenig Erwartung und geringen Hoffnungen zum Kartelltag und wurden freudig überrascht: Das K.J.V. ist jetzt festgefügt. Wir haben wieder eine in ihm stehende und verwurzelte Jugend. Das Fehlen der Zwischengeneration, das sich jetzt noch bemerkbar macht, wird hoffentlich bald ausgeglichen sein. Dennoch ist noch viel zu tun. Besonders Turnen und Sport erfreut sich noch immer eines gänzlichen Unbeachtetseins, trotzdem gerade die Sportspiele den Verbindungen viel geben könnten. Hier muß noch viel gesagt und noch mehr getan werden. Eines fiel auf. Die Teilnahme der Alten Herren war äußerst gering. Obwohl bei vielen von ihnen das Interesse am Kartell stark ist, so glauben sie. es in falschen. Bahnen. Dieser Glaube jedoch wird immer und bei jeder Generation vorhanden sein. Der Kartelliag hat gezeigt, daß das Kartell auf dem richtigen Weg ist. Er hat gerade für die Alten Herren besondere Aufgaben geschaffen (zionistische Berufsverwertur.cr, Keren hajessod, Dienstpflicht). U m die Alten Herren w i e •'! e r zur