Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 18 (1921)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537761-3537762--5120-3543231- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8 niedergelegt Man folgte auch gern der Anregung, unter Leitung des Unterrichtsressorts aus Bundesbrüdern aller Verbindungen, die an dieser Arbeit interessiert sind und hier ihre besondere Arbeit leisten, in Unterrichtsangelegenheiten eine ständige Ka 111 m i s s i o n einzurichten, um das Unterrichtswesen von der zifälligen Besetzung der Verbindungen möglichst unabhängig zu machen. Dagegen wandte sich der Kartelltag — allerdings wuide dies nicht durch Abstimmung festgestellt, aber ich glaube, des. einstimmig konstatiert zu haben — gegen die Schaffung einer Führerschaft analog der im Blau- Weiß. Fas K. J. V. ist dazu eine viel zu homogene, auf demokratischer Grundlage beruhende Gemeinschaft. Meines Erachtens würde und müßte sich jeder selbstbewußte Bundesbruder gegen diese Fülrer wehren, es sei denn, wir bekämen ein Menschenmaterial, das für uns nicht brauchbar sein könnte. Besonders ist die genara. Ausarbeitung eines Programms für den he b r ä i s eh en Unterricht zu begrüßen und die Erweiterung des Unterrichtsressorts durch einen Bundesbruder, der sich speziell mit der Durchführung des hebräischen Unterrichts zu befassen hat. Noch größer als alle diese Forderungen sind aber diejenigen, die der Kartelltag mit der Annahme der Dienstpflicht an das Earteil stellt, wohl die weitesten, die je gestellt wurden. Sie sind die logische Konsequenz der Staatsidee und entsprechen dem Bedürfnis und der Verpflichtung jedes wahren Zionisten. Aufgabe des K. J. V.ers aber ist es besonders, im jetzigen Stadium des Zionismus tätigen Anteil an seiner Entwicklung und Verwirklichung zu nehmen. Man begnügte sich nicht bloß mit einer moralischen Anerkennung, sondern tat bereits Schritte, die die Durchführung der Dienstpflicht einleiten sollten; jede Verbindung hat eine zionistische Arbeitsstelle einzurichten, die im Einverneimen mit der Z. V. f.D. oder deren Organen die Heranziehung ier Bundesbrüder zur Arbeit vornehmen soll. Erleichtert wird diei werden, wenn man es erreichen kann, daß das Hln- und Herieisen der Bimdesbrüder aus einer Verbindung in die andere aafhört und^ nach einem Vorschlag auf dem Kartelltage sozusagei Hauptverbindungen — das Wort soll keine Wertung enthalten — in den Orten mit besonders intensivem jüdischen Lc'-en errichtet werden. Man muß sich jedoch hüten, über den Unterricht nicht den gemütlichen Teil der E r - Ziehung zu vergessen, der oft mehr von Nutzen ist, und den. man eigentlich nur in den kleinen Universitätsstädten finden kann, Daß jede* Bundesbruder nach Möglichkeit soziale Arbeit zu leisten Int. ist eine Selbstverständlichkeit, und auch dafür werden die zioiislisohen Arbeitsstellen zu sorgen haben. Eng verbunden mit der Dienstpflicht ist natürlich die Arbeit für den Keren hajessod. Über die selbst verstand- 1 i c Ii e Z e 1 c h n u n g s p f 1 i c h't hinaus hat sich jeder Bundesbruder. je nach Bedarf und Eignung, vier