Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1920-12-01 · Heft 6 (Dezember 1920) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 6 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3537599-3537754-3537760--5092-3543203
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

268 Berichte der Präsidialressorts großen Teilen einzuziehenden Kartellumlage, hinreichende Deckung; so daß unter diesen Umständen das Kartell bei Abschluß des Jahres wiederum als schuldenfrei anzusehen ist. Wir geben nachstehend eine kurze Übersicht über die Ausgaben des Kartells. Die Diskussion der einzelnen Posten wollen wir an dieser Stelle unterlassen, da beim Kartell doch nur geringes Interesse für finanzielle Dinge vorauszusetzen ist'" Däs Kartell hat auf dem vorigen .Kartelltag-einen richtigen Weg beschritten, den Finanzausschuß einzusetzen, der sich mit allen finanziellen Angelegenheiten des Kartells und mit -der Kontrolle des Finanzressorts des Präsidiums eingehend befaßt, nur sollten die einzelnen Bundesbrüder auch tatsächlich daran denken, daß der Finanzausschuß nicht eine Institution des Präsidiums, sondern eine von den einzelnen Verbindungen gewählte Institution des Kartells ist. Viele Bundesbrüder haben dies bei ihren Protesten gegen die Kartellumlage nicht beachtet 4 Vielfachen Anregungen folgend, hat das Finanzressort im vergangenen Jahre möglichste Sparsamkeit walten lassen und Vorsorge getroffen, daß die schweren finanziellen Verpflichtungen aufhören, die bisher immer Anlaß für die finanzielle Verschuldung des Kartells war! Der Jüdische Wille ist eingestellt, der schwer auf den Finanzen des Kartells lastende Druckvertrag für den J. St. bei der bisherigen Druckerei ist nach langen Schwierigkeiten endlich gelöst und die Büroarbeit, sowie das Büropersonal des Präsidiums ist auf das unerläßlich Notwendigste eingeschränkt worden. Allerdings wird das Kartell sicherlich zu spüren bekommen haben, daß sich hier auch allzu viel Sparsamkeit rächen kann. Wir hatten wenigstens eine Zeit lang den Eindruck, als ob ein ausgedehnterer Schriftverkehr und Reisen, die aus Sparsamkeit unterlassen worden sind, für das Kartell, trotz der Mehrkosten, zweckdienlicher und besser angebracht gewesen wären. Der Voranschlag für die Ausgaben des nächsten Jahres und ihrer Deckung sind vor der Veröffentlichung gemeinsam mit dem Finanzausschuß durchberaten worden. Über die Deckung des Etats werden wir nähere Vorschläge dem Finanzausschuß unterbreiten. Es läßt sich schon jetzt voraussagen, daß eine Erhöhung des Etats notwendig ist, jeäoch halten wir es für leicht möglich, die Deckung dafür in der Weise einzurichten, daß namentlich'die Aktivitas und die noch nicht verdienenden jüngeren Bundesbrüder vor übermäßiger Belastung verschont bleiben. Unsern vorläufigen Voranschlag lassen wir nachfolgen. Übersicht über das erste Halbjahr Ausgaben Ausgegeben Veranschlagt Mark Mark Wohnung, Miete, Heizung....... 608,20 750 — Telephon................. 242,50 120— Gehälter ........... 8370— 8 300 — Versicherung 1...........' . . 277,70 600 — Bürobedarf, Formulare 3768,05 2 750 — Porti, J. St-Versand........... 5 905 — 3 600,—* Reisen'....... . . . ...... 1262,75 2 000 — Schuldzinsen . . . . . . . . ... . . 540,50 500 — Eventualia ............ . . . 1 268,85 1 280 — Jl St. ................. . 8 245,55 7 500 — Werbearbeit . . . ... .... . . . . 12 968,05 5 000 — M. 43 457,15 M. 32 40p,-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.