Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 5 (Oktober 1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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244 Berichte der Verbindungen V.J. St. Hasmonaea, Berlin. Am 20. d. Mts. fand der Schluß- und Anfangskonvent der Hasmonaea statt. Der Verlauf des Konvents war ein ruhiger. Hauptpunkte in der Debatte über das Semesterprogramm bildeten die intensive Hebräisierung sämtlicher Bbr. Bbr., Be - rufsumschichtung und Außenarbeit. Zu dem erwähnten Punkt 2 nahm besonders Bbr. Fritz Loewenstein und Bbr. Erich Töplitz Stellung. Der erste forderte unbedingte Züchtung von Palästinaberufen, während der zweite hervorhob, daß Beruf das sei, wozu man berufen ist, d.h. jeder wähle den Beruf, der ihm auch wirklich am Herzen liegt, aber er muß in ihm auch was leisten. Man stellte fest, daß für Palästina ein jeder Beruf, mit Ausnahme des rein juristischen, möglich sei, und bei einer durch Bbr. Kurt Rosenbaum angestellten Prüfung ergab es sich, daß in der gesamten Aktivitas der Hasmonaea sich nur zwei Volljuristen befinden. Die energische Durchführung der beiden übrigen Punkte vertraute man im allgemeinen den neuen Chargierten an, deren Programm und Vorgehen man bis auf kleinliche Punkte gebilligt hatte. Zum ersten Chargierten wurde gewählt Süßmann Muntner, zum zweiten Edgar Heinemann, zum dritten Franz Mayer.' Im Bewußtsein der immensen Forderungen. der zionistischen Gegenwart stellt der C. C. entsprechend größere Forderungen an jedes Glied der Verbindung. Zur strikten Erfüllung derselben sieht er in Ordnung und Disziplin die wichtigsten Gehilfen und wird für deren Wiedereinführung ganz energisch Sorge tragen. In das Programm aufgenommen sind Wandern (alle 14 Tage, offiziell), Turnen (Sport), Einführung in die nationaljüdische Geschichte, Fuxenkurse in Form von (etwa) Seminar und wöchentlich gesellige Veranstaltung. (Teeabend mit hebräischem Spiel und Gesang, Besprechung von zionistischen Tagesfragen, gemeinsame Arbeiten etc. auf der Kneipe oder im Hause eines Bbr.) und Einübung leichter hebräischer Konversation. Für zionistische Außenarbeit wird bereits tüchtig gearbeitet, im Keren Hajessod, Jüdischen Arbeitsamt und Jüdischer Turnerschaft. Süßmann Muntner* Sport - V. J. St. Breslau. Der vor kurzem stattgefundene Konvent der z. Zt. in Breslau weilenden Bbr. Bbr. des Sport-V. J. St. und der Hacheruth beschloß die Auflösung der Hacheruth und die Einreih u n g der betr. Bbr. Bbr. in d e n S p o r t -V. J. St. Wir haben also das neue Semester mit ein-r K. J. V.- Korporation begonnen. Der am Mittwoch, den 20. stattgefundene Antrittskonvent besetzte die Chargen folgendermaßen: *S chuftan ** F.M. Friedländer *** S.W. Hoffmann Außer auf Turnen und Sport wollen wir besonderen Wert auf Gruppenarbeit legen. So haben sich z. B. die Bbr. Bbr., die in den verschiedenen Jugendorganisationen als Führer arbeiten, zu einem Kursus über Jugenderziehung zusammengeschlossen. Außerdem besteht ein Geschichtskurs, den A. H. Breslauer gibt. Andere Kurse sind in Vorbereitung. Außerdem sollen gemeinsame Veranstaltungen (Freitagabende, Wanderungen usw.) den Zusammenhang zwischen den Bbr. Bbr. stärken. Ein Antrag .auf zwangsweise Teilnahme der Aktiven und Inaktiven an den Kursen der hiesigen hebräischen Sprachschule wurde mit geringer Majorität abgelehnt. Es nehmen ca. 10 Bbr. Bbr. an den Kursen teil. Die Keilarbeit ist energisch in die Hände genommen. Einige Aktivmeldungen stehen in Aussicht. Wenn alle Bbr. Bbr. den Willen zur Arbeit, der auf dem Antrittskonvent vorhanden war, durchsetzen, so können wir auf ein einigermaßen gutes Semester rechnen. Personalia: Salo Juliusberger wurde geburscht, i. a. B. Dr. Hermann Tuchler A. H.-iert. Das Austrittsgesuch, von Martin Markus einstimmig genehmigt. « SiegbertSchu f.t a n