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Der jüdische Student · 1920-10-01 · Heft 5 (Oktober 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 5 (Oktober 1920)
Date
1920-10-01
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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Berichte der Verbindungen 245 V.J.St. Saronia, Frankfurt a.M. Die langen Osterferien boten Gelegenheit, durch gemütliche Veranstaltungen, häufige Wanderungen und gemeinsames Hebräischlernen einen festen, geschlossenen Stamm für das folgende Semester zu schaffen. Der Antrittskonvent am 13. Mai 1920 besetzte die Ämter folgendermaßen: Fritz Goitein* F. M. Alfons Goldmann** Frank D r e y f u ß *** Paul Lipschütz, Kassenwart Siegmund Ball, Turnwart Simon May, Bibliothekar. Dem Semester kam die wohl im Kartell allgemeine arbeitsfreudige und gemeinschaftsbejahende Stimmung zugute, so daß wirkliches Verbindungsieben entstehen konnte. Tendenz gab zunächst Goitein für die Erstsemestrigen, wobei Moses Heß zur verdienten Ehre kam, Wildstoßer für die anderen Füxe, später Wildstoßer für beide gemeinsam. Selmar Arnsdorf trug Gedichte vor; die lebhaften Diskussionen, die sich hieran anschlössen, wurden zum Teil auf den Sabbatnachmittag verlegt. Dieser war eine teils gemütliche, teils wissenschaftliche Zusammenkunft, die sich an Referate, z.B. Palästinareferate oder Lesungen anschloß. Gegen Ende des. Semesters hatten wir zuvor eine eigene Bibelstunde. Eines der wichtigsten Erziehungsinstitute war der K. J. V. er-Unterricht von Alfred Arnsdorf. Die hebräische Arbeit litt unter dem Fleiß der Bbr. Bbr., der sich zu sehr dem Berufstudium zuwandte. Goitein hielt einen Kurs ab, der nach einer aus Konversationsgrammatik-, Übersetzungs- und Iwrith b'iwrithmethode gebildeten Methode eingerichtet war; an diesem Kurs nahmen etwas mehr als ein Drittel der in Betracht kommenden Bundesbrüder teil. Die andern arbeiteten teils privat, teils in Rabins Anfängerkurs in der Universität, einige erfüllten ihre Pflicht überhaupt nicht. Recht geglückt waren die allsabbatlichen Zusammenkünfte der hebräisch sprechenden Bbr. Bbr. bei A. H. h. c. Rabin. Unsere geselligen Veranstaltungen wurden gewöhnlich so gestaltet, daß ein ernster, künstlerischer, meist durch besondere Anlässe bestimmter Teil mit einem lustigen verbunden war. Die A. H. A. H. wurden durch Bbr. Abraham, der Vorsitzender des Bezirksverbandes war, mehr zum Verbindungsleuten herangezogen, was sich auch durch häufiges Einladen der Verbindung durch die A. H. A. H. kund gab. Die Notwendigkeit, der Dienstpflicht wurde einstimmig anerkannt; nach Goldmanns detailliertem Plan wurden sofort die statistischen Grundlagen für die praktische Arbeit geschaffen. Der innere Gegensatz zum B. Z. K. ist bereits so groß, daß wir ein recht gutes Verhältnis zu ihm finden konnten. Die von uns versuchte Propagandatätigkeit in der Umgegend Frankfurts, muß dank der mangelnden Mitarbeit der beteiligten Ortsgruppen, als mißlungen bezeichnet werden. Schließlich sei noch die Gründung der Gruppe Darmstadt und die damit verbundene Zusammenkunft mit den Heidelbergern und Karlsruhern erwähnt; endlich unser Stiftungsfest, das, im größten Stile veranstaltet, allgemein als wohlgelungen empfunden wurde und sicherlich . dazu beigetragen hat, das zu schaffen, was wir schon lange erstrebten: eine zionistische Gesellschaft in Frankfurt a. M. Person alia: I. Während des Sommersemesters wurden in den A.C. rezipiert: Emil Caleb, Erich Händler, Eduard Markus, Scholem Samuelson, Jakob Laufer, Boris Hirschowitz, David Goldberg, Max Mannheimer, Ilia Solowizik, Erich Schlächter, Hermann Marx, Heribert Strauß, Rudolf Kellner, Julian Ordower. Baruch Kühnreich, Werner Krotcschin, Hermann Strauß, Paul Joseph, Alfred Huß, Kurt Weil, Siegfried Kahn. II. In den B.C wurden rezipiert: Paul Lipschütz, Franz Glaser, Karl Smpischski, Alexander Bernstein. III. A. H.-iert wurde Alfred Goldberg. Ausgetreten ist Fritz Simon -Stolp. Fritz Goitein*

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