Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 5 (Oktober 1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Verschiedenes — Berichte der Verbindungen 243 Verschiedenes Herr PaulHeeht, früherer Münchener Jordane, und Herr Arnold S t r n , der vor einigen Semestern von der Hatikwah Würzburg abgelehnt wurde, bitten um ihre Wiederaufnahme. Äußerungen hierzu in kürzester Fr,ist erbeten. V. J. St. Saronia.Frankfurt a. M. Der ehemalige Bundesbruder Dr. Benno Nußbaum hat bei der „Jordania" in München ein Gesuch um seine Wiederaufnahme eingereicht. Etwaige Einsprüche gegen seine Wiederaufnahme sind bis zum 10.12. beim Präsidium einzulegen. Das Präsidium des K. J» V, Siegbert Stein Herr Alfr, Münzer, Berlin, z. Zt. Rostock, bittet um seine Wiederaufnahme. Die Rostocker Korporation unterstützt sein Gesuch dringend. Aktivmeldungen der Ivria Freiburg im Sommersemester 1920: jur. et rer. pol. Brock, Berlin; med. Karfiol, Magdeburg; rer. nat. Paul Wolff, Kreuznach (Nahe); med. Fritz Wolff, Kreuznach (Nahe); phil. Kreutzberger, Breslau; med. Ludwig Conitzer, Hamburg; jur. Grün bäum, Stolp (Pomm.); jur. Rud. Gottschalk, Bernburg (Anh.); med. Heinz Cohn» Berlin; rer. pol. ßuchwald (OVG.), Berlin; phil. Sternberg, Berlin; jur. Kantoriwicz. Berlin; Abiturient Gerassi d. J., Konstantinopel; jur. Goldschmidt, H., Berlin, Berichte der Verbindungen V. J. St., Berlin. Am Beginn des Sommer-Semesters wurden zu Chargierten gewählt die Bbr. Bbr. Littwitz, Rosenbaum, Ephraim. Gelegentlich einer Aussprache über Semesterarbeit erklärte sich der Konvent nicht einverstanden mit der bisherigen Art der Korporationsleitung. Die Chargierten dagegen glaubten aus verschiedenen Gründen sich nicht für ein Semester intensiver jüdischer Arbeit einsetzen zu können und legten ihr Amt nieder. Der Konvent beschloß, das Sommer-Semester bis Ende Oktober durchzuführen und beauftragte mit der Führung der Korporation die Bbr. Bbr. Urbach, Günsberg, Tumbowski, die sich besonders für das Arbeitsprogramm eingesetzt hatten. Im Laufe des Semesters gelang es uns, einen Kreis von Bundesbrüdern zu aktiver jüdischer Arbeit heranzuziehen, während allerdings durch das Fehlen der geselligen Veranstaltungen einige Bundesbrüder der Korporation entfremdet wurden. Im ersten Teil des Semesters lasen wir nach alter jüdischer Tradition bei A. H. Kirschner jeden Sonnabend nachmittag die Pirke Awoth. In der zweiten Hälfte des Semesters stand im Mittelpunkt der .Veranstaltungen ein von A. H. Georg Cohn geleiteter Palästinakurs, der in Form eines Seminars abgehalten wurde. Es ist vielleicht gerade seiner Form zu verdanken, daß sich die Bundesbrüder eifrig mit Referaten und Ausarbeitungen daran beteiligten. Ein Literaturkurs führte die Bundesbrüder in die beschichte der jüdischen Literatur der spanischen Epoche ein. Regelmäßig hatten wir jede Woche einen Turnabend, 14tägig eine Wanderung. Sehr stark zu leiden hatte unser Betrieb dadurch, daß unsere Aktiven zu alt an Jahren und besonders an Semesterzahl sind, und daß die meisten, besonders Juristen und Nationalökonomen, außer ihrem Studium noch einen Nebenberuf haben. Neuaufnahmen: med. Samuel Schwarzbart, rer. pol. Martin Lewin, rer. pol. Siegfried Sehmulewitz. Am Schlußkonvent wurden gewählt: a.B. Maurice Hirschfeld*, F.M. a.B. Walter Katz**, Kassenwart i. a. B. Erich Lindenstrauß, K. W. a.B. Ephraim, Turnwart. Inaktiviert wurden: Rosenbaum, Urbach, Littwitz, Camnitzer. Herr R.-A. Gronemann wurde zum A. H. h. c. ernannt. Arthur Urbach