Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 5 (Oktober 1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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242 Kartelltagsanträge Folgender Antrag wurde als Eventualantrag gestellt für den Fall, daß sich auf dem K.T. Gruppenbildungsbestrebungen geltend machen: Die Einheit des. Kartells ist gegenüber jeder Gruppenbildung aufrecht zu erhalten. Aufgabe des Präsidiums ist es, für eine freudige Zusammenarbeit aller K.J.V.-Organisationen zu sorgen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen. (Beide Anträge wurden mit allen gegen 1 Stimme angenommen.) V.J. St. Maccabaea, Berlin. Der K.T. beauftragt das Präsidium, aus geeigneten Bundesbrüdern einen Beirat zu ernennen, der mit Vertretern der für zionistische Zwecke in Betracht kommenden Berufe zu besetzen ist. Seine Aufgaben sind: 1. Nach außen: die Initiative zur Bildung bzw. Reorganisation zionistischer Fachverbände im Rahmen der deutschen zionistischen Bewegung zu ergreifen. 2/Nach innen: die berufliche Ausbildung der jüngeren Bundesbrüder zu uberwachen und den zionistischen Erfordernissen gemäß zu lenken. V V. J. St. Saronia und Ruder-V. J. St. Jordania, Frankfurt a. M. Der Kartelltag lehnt die auf der Erstchargierten-l agung vorgenommene Teilung unserer Erziehungsarbeit in Galuth- und Palästina-Erziehung als sachlich unberechtigt und als mit der Einheit unseres Erziehungszieles nicht vereinbar ab. V. J. St. Ivria, Freiburg. Die Finanzgebarung des Kartells muß von Grund aus geändert werden, indem a) im Präsidium gespart wird, durch stärkeres Heranziehen der Berliner Bbr. Bor. (Füxe usw.) für die technische Präsidiumsarbeit (wie in Kriegszeit). b) Die Ressorts, insbesondere das Keilressort, müssen stärker sparen. c) Andere Art der Geldaufbringung: Die Beiträge werden zu hoch. Insbesondere ist der Passus im J.St. zu verwerfen, wo das Geld eventuell unter anderem Decknamen gesammelt werden soll. V.J.St., Berlin. 1. Das Präsidium legt vor jedem K-T. eine Liste der neu zu wählenden Präsidiumsmitglieder vor; die Liste ist spätestens 6 Wochen vor dem K.T. den Kartellorganisationen mitzuteilen. 2. Die Mitglieder des Präsidiums sind auf dem K T. nach der Generaldebatte zu wählen. 3. Der K.T. setzt eine K. T- - Kommission ein, die ein neues Programm des Kartells ausarbeitet, das unseren Anteil am Aufbau Palästinas und unsere zionistische Pflicht an aktiver Arbeit im Galuth betont und dieses Programm dem Leipziger K.T. zur Beschlußfassung vorlegt. 4. Der K.T. verurteilt aufs schärfste das Verhalten des Präsidiums, da es bereits ohne Genehmigung~des K-T. eine Fusion zwischen dem Ruder-V.J.St. und der Ivria stattgegeben hat. Gruppe Darmstadt. Die K.J. V.-Gruppe Darmstadt bittet um ihre Aufnahme in das Kartell. V.J.St. Zephirah, Breslau. 1. Antrag Jacobsohn• Es ist Pflicht jedes K.J.V.ers, an jüdischen sozialen Aufgaben, insbesondere an den Aufgaben der jüdischen Arbeitsämter und Arbeilerfürsorgeämter, aktiv mitzuarbeiten. 2. Antrag Gerhard Cohn: Der K.T. möge beschließen, daß.ein Ausschuß die Frage der Annäherung an das B. Z. K. ernstlich prüfen soll. V. J- St. Hatikwah, Würzburg. Der K.T. möge beschließen, daß alle ^Füxe während eines Semesters einen hebräischen' Kursus mitnehmen müssen oder; falls das nicht möglich ist, bis zum Burschenexameh 20 Kapitel im Rath gelernt haben müssen. -