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Der jüdische Student · 1920-06-01 · Heft 3 (Juni 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 3 (Juni 1920)
Date
1920-06-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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Schaffung einer Weltorganisation der zionistischen Studentenschaft 153 Als weiteres Mittel zu diesem Zwecke wäre die Wiederaufnahme der Palästinareisen in der Form von Fachausflügen und also fakultätsweise sehr erwünscht. ad. 3. Viele große Probleme sind durch Studium der Daten, ohne daß man an Ort und Stelle wohnt, zu lösen oder ihrer Lösung näherzuführen. Zum Beispiel agrarische, ökonomische, technische und andere Probleme. Fruchtbare Arbeit aber ist erst dann möglich, wenn nicht nur alle Daten sofort zur Verfügung stehen, sondern auch partielle Resultate immer gesammelt und veröffentlicht werden, um unnützer Energievergeudung vorzubeugen. Eine Organisation, welche im Auftrage der zionistischen Leitung oder im Einvernehmen mit ihr Probleme in der Form von Preisfragen unter die zionistischen Fachleute bringt, bezieht hierdurch eine viel größere Anzahl Fachkundiger in dieser Arbeit, als das Londoner Büro das könnte, besonders auch durch ihre größeren Kenntnisse der verschiedenen Länder und ihrer Studienverhältnisse. Hierbei denken wir auch an Beiträge zur Lösung großer Probleme durch Berichte über diese Themata in allen Ländern der Welt, welche durch eine derartige Organisation mit Erfolg zu liefern sein würden. Auch wären Versuche sur Aussendung von Expeditionen sehr erwünscht. ad. 4. Durch ihre größeren Kenntnisse des zur Verfügung stehenden Menschenmaterials und seines Wertes im Zusammenhang mit dem Studium in jedem Land würde eine Zentralstelle aller zionistischen Studierten ein wichtiges, vielleicht sogar unentbehrliches Bindeglied zwischen diesen Studierten und der praktischen Arbeit in Palästina bilden können. ad. 5. Hilfeleistung bei der zu erwartenden Emigration, aber vor allem gemeinschaftliche Arbeit in der kommenden großen Emigrationsbewegung von ostjüdischen Studierten nach anderen gastfreundlicheren Hochschulen machen engeren Kontakt notwendig. Ueberdies sind Probleme, wie das der nationalen Autonomie nur durch Kenntnisnahme dieser Probleme in allen Ländern der Welt zu lösen, wofür gleichfalls ein Zentralverband nützlich sein kann. Jetzt ist es die Frage, wie wir uns die Ueberwindung dieser Schwierigkeiten denken, und diese wird gewiß nicht leicht sein. Wenn eine Weltorganisation gleicher Vereine in dieser Zeit schon schwer ist, um wieviel mehr gilt dies für eine Organisation wie die unserige, wo die Studenten in jedem Lande durchaus verschieden organisiert sind! Wir denken uns diese Organisation nun im Prinzip folgendermaßen: Sie ist nach der Richtung des Studiums in Abteilungen gespaltet: eine technische, eine medizinische, literarische, juristische, agrarisch-ökonomische, naturwissenschaftliche Unterrichts- und eine geologisch-ethnografische Abteilung. Jede Abteilung ist in ländliche Abteilungen lintereingeteilt. In diesen Abteilungen nehmen die Studenten und die alten Herren eine getrennte Stellung ein, unter einer Hauptleitung aber, welche, wenn angängig, aus Professoren, jedenfalls aus alten Herren zusammengesetzt sein wird. An der Spitze der ganzen Zionistischen Studentenweltorganisation steht ein Zentralvorstand mit besoldetem Sekretariat. Die Leitung, welche fortwährend in engem Kontakt mit allen Landesorganisationen sowie mit dem Londoner Büro und Erez Israel stehen wird, gibt den zionistischen Studenten, welche ihr Studium auf Erez Israel zu richten wünschen, Richtlinien. Sie bringt Studienpunkte in der Form von Preisfragen der Allgemeinheit zur Kenntnis, sie ist dem Londoner Büro behilflich beim Sammeln der Daten über irgend eine Frage, sie organisiert Fachausflüge nach Palästina usw. Kurz, da, wo das Londoner Büro jetzt über einen Stab von etwa einigen hunderten Fachleuten verfügen kann, werden durch die Gründung dieser Organisation alle zionistischen Studenten und Studierten zu diesem Stab gehören. Die Aufgabe der Mitglieder ist es, ihre Kräfte für jede Arbeit herzugeben, die der Leitung als notwendig erscheint. Die Studenten müssen dieses tun, indem sie nach Beratung mit dem Abteilungsvorstand ein Spezialfach wählen, wie viele Studenten das bereits jetzt am Ende ihres Studiums tun müssen,

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