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Der jüdische Student · 1920-06-01 · Heft 3 (Juni 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 3 (Juni 1920)
Date
1920-06-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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144 Die Verhandlungen mit dem B. Z. K. vielmehr, daß die Korporationen in an sich erfreulichem Eifer bei Festsetzungen ihrer Programme mehr von einem abstrakten Schema dessen, was für notwendig gehalten wird, ausgehen, als von einer klaren Einsicht in das, was durchführbar ist. Die Folge davon ist eine Art Katzenjammer, der sich am Ende eines jeden Semesters in regelmäßigem Turnus stärker oder schwächer einstellt. - Das, was durchführbar ist, hängt aber im wesentlichen davon ab, ob Bundesbrüder vorhanden sind, die ihrerseits durchgebildet genug sind, andere unterweisen zu können und die sich — was mindestens ebenso wichtig ist — die Zeit dazu nehmen. Ein Erziehungsressort, das seine Aufgaben praktisch anfaßt, kann deshalb, scheint uns, im Augenblick nichts Wichtigeres tun, als sich einen Ueberblick über Zahl und Art der zur Ausbildung vorhandenen Kräfte zu verschaffen, um sie nach Möglichkeit für das nächste Semester entsprechend zu verteilen oder aber zur Mitarbeit aufzumuntern, sofern entsprechende Versuche der Aktivitas nicht schon zum gewünschten Resultat geführt haben. Wir bitten deshalb 1. alle Bundesbrüder, die zum Unterricht in Hebräisch, Geschichte, Zionismus, Korporationsgeschichte oder in Spezialthemen für besondere Kurse fähig und bereit sind, uns dies schriftlich mitzuteilen und hinzuzufügen, wo sie sich voraussichtlich im nächsten Semester aufhalten werden, 2. alle Korporationen, uns diejenigen älteren Bundesbrüder namhaft zu machen, die nach ihrer Ansicht für den Unterricht geeignet wären; mit einer Angabe darüber, ob die Betreffenden sich jetzt dieser Aufgabe unterziehen oder nicht. Wir halten die Beantwortung dieser Frage für besonders wichtig, weil viele ältere Bundesbrüder erfahrungsgemäß den J. St. nicht immer gründlich genug lesen, so daß die Beantwortung der unter 1. ausgesprochenen Frage uns wahrscheinlich nicht erschöpfend informieren wird. Umso wichtiger ist die Ergänzung durch die Korporationen, die in der Regel sehr gut wissen, wer an ihrem Orte geeignet ist, sie in ihrer Arbeit zu unterstützen. W i r bitten deshalb, diese Anfrage wie einen besonders an den Konvent gerichteten Brief zu behandeln. (Diese Form ist nur aus finanziellen Gründen gewählt.) Auf Grund des nunmehr hoffentlich reichlich eingehenden Materials werden wir in der Lage sein, den Korporationen für das nächste Semester Bundesbrüder, die zur Erziehungsarbeit befähigt sind, zuzuweisen und die häufig vergebliche Bitte der Aktivitas an ältere Bundesbrüder um Mitarbeit von uns aus nachdrücklichst zu unterstützen. Und dann wird es sich empfehlen, das Erziehungsprogramm des Semesters nach den vorhandenen Kräften, nicht aber nach einem feststehenden Schema zu bestimmen. Dies Programm mag dann vielleicht weniger pompös aussehen, dürfte aber durch den Umstand, daß es tatsächlich durchgeführt wurde, wirkliche Befriedigung geben. Olitzki Krojanker Oie Verhandlungen mit dem ß. Z. K. Liebe Bundesbrüder! Im Anschluß an unseren Bericht im J. St. No. 2 vom April 1920 S. 95 und den Artikel von Joseph Markus „Fusionsverhandlungen" im gleichen Heft des J. St. geben wir Euch im Folgenden einen Situationsbericht über die neueste Entwicklung und den Stand unseres Verhältnisses zum B. Z. K.

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