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Der jüdische Student · 1920-06-01 · Heft 3 (Juni 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 3 (Juni 1920)
Date
1920-06-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Umfrage des Erziehungsressorts T43 jüdischen Antike. Ein solches Arbeitsprogramm, energisch durchgeführt,, würde meines Erachtens mit den wertvollsten Teil unserer jüdischen Erziehungsarbeit darstellen. I. Allwöchentlich: Am Freitag abend: ein auszuwählendes Kapitel aus dem Wochenabschnitt der Tora und dem Prophetenabschnitt (Haftora) Am Sonnabend nachmittag: im S o m m e r halbjahr: Sprüche der Väter im Winter halbjahr: Psalmen Dazu Freitag AbendHeder (Semiraus), Sabbatausganglieder (Flawdalah),, Tischgebet (Benschen) etc. II. An den Festtagen: Purim Esterbuch Pessach Haggade und Hohes Lied Schouriaus Ruth Tischeobeow Klagelieder, einige Kinaus, Jehuda Halevis Zionide (Zion halau tischali) fomWppu?hana } Ausgewählte stücke aus dem Machsor Sukkot Kohelet Chanukka Moaus zur Dazu die zugehörigen Toraabschnitte und Haftoraus bezw. zu Tischeobeow die geschichtlichen Darstellungen aus II. Könige und Jeremias, zu Chanukka Vorlesung aus den Maccabäerbüehern. III. Bibellektüre im Guarschuik: Wie ich dies in der letzten Präsidiumssitzung andeutete, also Beschäftigung mit bestimmten Problemen des altjüdischen Wirtschafts-, Kultur-, Heimatwesen, auch Religions- und politischer Geschichte zur quellenmäßigen Vertiefung in unser Altertum, seinen Geist und seine für unsern Charakter bestimmend gewesenen Urtatsachen. Diese ganze Arbeit muß natürlich unter Leitung eines die Dinge beherrschenden Kenners der Materie erfolgen, der den Zusammenhang, die geschichtliche Einordnung des Gelesenen darstellen kann, desgleichen das Sprachliche beherrscht, schlimmstenfalls unter Heranziehung des Ortsrabbiners, dieser natürlich dann nur als Materialvermittler gedacht. Zu III wird nur ein Bibelwissenschaftler als Leiter in Betracht kommen. Diese Beschäftigung läßt sich natürlich nicht zeitlich reglementieren, um aber einen Maßstab zu haben, beziffere ich den Zeitaufwand auf durchschnittlich 3-4 Stunden pro Woche. f) Umfrage des Erziehusigsressorfs Die Frage der Ausbildung unserer jungen Bundesbrüder ist kaum eine des Systems. Es wäre natürlich wichtig, möglichst für alle Gebiete einen Leitfaden zu haben, wie er uns für den Zionismus durch Holdheim und Preuß zur Verfügung steht. Aber alle gedruckten Anleitungen und alle schriftlichen Ratschläge seitens des Präsidiums bleiben Makulatur, wenn sie nicht in den Universitätsstädten ältere Bundesbrüder finden, die zur Ausbildung der jüngeren bereit und fähig sind. Die Erziehungsfrage ist bei uns keine Programmfrage, sondern eine Personenfrage. Von diesem Standpunkt aus halten wir es nicht für einen wesentlichen Teil unserer Aufgabe, den Korporationen Programme anzuraten, die leicht aufgesetzt und schwer ausgeführt sind. Und wir lassen uns auch keineswegs begeistern, wenn uns die Korporationen zu Beginn des Semesters umfassende Programme als Beschluß des Antritts - Konvents übermitteln. Wir glauben

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