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Der jüdische Student · 1920-04-01 · Heft 2 (April 1920) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
17 (1920)
Issue
Heft 2 (April 1920)
Date
1920-04-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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% - Vom Präsidium Die Verhandlungen Kirschners verliefen ergebnislos, es wurde ihm von Angehörigen des B. Z. K. mitgeteilt, daß Vorschläge in der von ihm angedeuteten Richtung nicht in Frage kämen. Gleichzeitig erhielt das Präsidium andere Nachrichten, die allerdings nicht voll verbürgt waren und daher unbedingt vertraulich zu behandeln und nicht etwa als bestimmte Vorschläge anzusehen sind. Danach lehnte der B. Z. K. inoffizielle Verhandlungen ab und erwartete einen offiziellen, vom K. J. V. zu unternehmenden Annäherungsversuch. Dabei sollte eine Ringbildung in der ursprünglichen Form nicht verlangt, aber die Möglichkeit einer Vereinigung nur dann in Betracht gezogen werden, wenn die Mitglieder des B. Z. K. in das Präsidium aufgenommen würden und das Ueberweisungs- und Erziehungsressort doppelt — mit je einem K. J. V. - er und B. Z. K. - er — besetzt würde. Diese Lage war Gegenstand der Beratung einer Präsidiumssitzung. Hier wurde von einigen Mitgliedern des Präsidiums die Ansicht vertreten, daß unter allen Umständen ein Annäherungsversuch gemacht werden müsse. Irgendwelche Prestige- Rücksichten dürften nicht in Frage kommen, es sei notwendig, die gefährdete Einheit des deutschen Zionismus wieder herzustellen. Die Gegensätze seien sachlich nicht begründet, die vom B. Z. K. angedeuteten Forderungen könnten bewilligt werden. In der Ueberweisungsfrage gestatteten die Beschlüsse des K. T., den B. Z. K. - ern den gewünschten Einfluß einzuräumen, das Erziehungsressort leiste rein organisatorische Arbeit, habe auf den Inhalt der Erziehung in den Verbindungen keinen.Einfluß und könne deswegen ohne Schädigung der Kartell-Einheit doppelt besetzt werden. Die bestehenden Gegensätze würden durch gemeinsame Arbeit und weitere Erstarkung des Kartells in kurzem beseitigt werden. Andererseits herrsche über die Austrittsbewegung im Kartell, besonders unter den Alten Herren, Unruhe, Lähmung der Kartellfreudigkeit und weitere Austritte seien zu befürchten, wenn man nicht zu einer Einigung komme. Es sollte daher dem B. Z. K. in einem offiziellen Brief die Bereitwilligkeit zu Verhandlungen, uneingeschränkt durch irgendwelche Einzelheiten, erklärt werden. Von anderer Seite wurde vorgeschlagen, in einem Brief, der die Verhandlungsbereitschaft ausdrücken sollte, zugleich darauf hinzuweisen, daß für eine Einigung nur die vom K. T. geschaffene Lage in Betracht kommen könne, daß daher die Ringforderung in jeder Form, insbesondere die doppelte Besetzung des Erziehungsressorts, nicht in Frage komme, vielmehr (neben dem nach den K. T.-Beschlüssen möglichen Einfluß auf die Ueberweisungen) nur der Eintritt von Angehörigen der B. Z. K. - Richtung ins Präsidium und die Aufnahme der Ausgetretenen in selbständigen Verbindungen in Betracht gezogen werden könne.

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