Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Vom Präsidium suchten .einige den Ausgetretenen nahestehende Bundesbrüder, mit «der flasmonäa zu verhandeln, sie gaben jedoch den Versuch nach den ersten Unterredtungen -als zwecklos auf. In Breslau, wo »effinie leidenschaftliche Propaganda keinen Rückweg mehr offen; ließ, haben :diie dorthin entsandten Vertreter des Präsidiums (war verwiegen auf den Vorbericht zum K* T.). dem K. J. V. eine Anzahl Bundesbrüder erhalten können, und nachdem die Entscheidung der „Zephirah" gefallen war, die Arbeit unseres Kartells neu organisiert, Das Resultat d'es Breslaues Konvents war folgendes: Es wurden 57 Stämmen für, 35 gegen den Austritt abgegeben. Man einigte sich in Breslau dahin, daß wir auf den Namen „Zephirah" verzichteten, den die von den Ausgetretenen neu gegründete Verbindung trägt. Die bei uns verbliebenen Bundesbrüder sirnd zum Teil An die rlacheruth gegangen, zum Tieil haben sie einen Sport-V. J. St. (mit den Farben der früheren Zephiünah) gegründet. Inzwischen hatte -eine Anzahl Angehöriger des V. J. St. Benin den Austritt des V. J. St. Berlin aus dem Kartell beantragt. Nur bei einigen Jüngeren sprachen hier Gründe mffit, idiie mit den Vorgängen des Karrelltages zusammenhingen, und zwar die Ablehnung des SpezialisieTungsantrages auf dem K. T. und die angeblich nicht erfolgte Berücksichtigung der Anschauungen des V. J. St. Berlin bei der Zusammensetzung des neuen Präsidiums. Der Antrag auf Spezialisierung konnte in doppeltem Sinne aufgefaßt werden: .einmal im Sinne einer organisatorischen AbSchließung einzelner Verbindungen. Insofern hatte der erste K. T. des K. J. V., um aus dem Zusammenbruch Rettung zu finden, weitgehende Beschlüsse gefaßt, übrigens damals gegen die Kreise, idie auf dem zweiten K; T. für die Spezialisierung eintraten. Diese Art der Spezialisierung ist durch die aufwärtsgehende Entwicklung des Kartells überholt worden, die Ringbildung hätte jedoch ihre dauernde Festlegung in der Organisation des Kartells bedeutet. In dieser Erkenntnis lehnte der Kartelltag die Ringbildung ab, in richtiger Würdigung der Verhältnisse zogen die Breskiuer Delegierten den Antrag auf Ringbildung zurück. Sollte daher der Speziahsierungsantrag die organisatorische Abschließung von Verlbindungen bedeuten, d. h. Ringbildung umschreiben oder sie vorbereiten, so mußte das Kai teil auf dem zweiten Kartelltag folgerichtig auch diesen Antrag ablehnen. Bedeutete aber der Spezialisierungsantrag Freiheit in den Formen, soweit nicht das Statut Gemeinsames bindend vorscüreibt, so sagte der Antrag etwas Semstverständliches. Er hätte mit Rücksicht darauf, daß einige Bundesbrüder diese Selbstverständlichkeit angezweifelt glaubten, angenommen werden können. Nachdem jedoch diese Bundesbrüder aus dein Kartell ausgeschieden waren und kein anderer Bundesbrüder, auch kein Delegierter des V. J. St. Berlin, ein Interesse an dem Antrag zeigte, konnte der Antrag, falls -dieser Sinn mit ihm verbunden war, weil er Selbstverständliches besagte, als überflüssig abgelehnt werden. Nachträglich wurde von "einigen Bundesbrüdern dem Antrag die Bedeutung beigelegt* als ob er hätte ausdrücklich feststellen wollen, daß innerhalb der von den Statuten