Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1920)
- Date
- 1920-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Der Verlauf des Karfelltags 1. Es wird eine Zwangssparanleihe des K.J.V. begründet, um Bundesbrüder bei der Uebersiedelung nach Palästina und zum Zwecke ihres wirtschaftlichen Fortkommens zu unterstützen. 2. Zu diesem Zwecke leistet jeder Bundesbruder einen Beitrag von mindestens 100.— M. jährlich. Die Einlage ist unter besonderen Modalitäten kündbar und rückzahlbar; jedenfalls ist sie bei der Uebersiedelung rückzahlbar. 3. Es wird eine Gesellschaft zur Verwaltung der Gelder gebildet. Die Entscheidung über die Gesellschaft steht den Instanzen des K. J. V. zu. . . *' 4. Zur Schaffung eines Reservefonds hat jeder K. J. V.-er einen Palästinabeitrag von mindestens M. 10.— jährlich zu leisten. 5. Die Kommission ist an die Einzelheiten dieses Vorschlages nicht gebunden. II. Diverse Beschlüsse. 1. Die Verbindungsberichte für den J. St. müssen in allen Korporationen von dem Konvent oder von einer von ihm gewählten Kommission genehmigt werden. Die Chargierten sind berechtigt, ihre abweichende Ansicht in einer Nachschrift beizufügen. 2. Bei Alten Herren, die mehreren Verbindungen angehören, kann die Gesamtsumme der an diese zu. leistenden Beiträge bis auf 50% herabgesetzt werden. Der zu zahlende Betrag ist auf sämtliche Verbindungen gleichmäßig zu verteilen. 3. Der K. T. geht über die zur Frage der Mischehe gestellten Anträge zur Tagesordnung über, weil er glaubt, daß das durch den Antrag gestellte Ziel nicht durch mechanische Bestimmungen, sondern durch die Erziehung zur zionistischen Entwickelung erreicht werden muß. III. Fortsetzung der Beschlußfassung über die Kartellstatuten und die übrigen Anträge. 1. Blumenfeld, Bileski, Bertold Cohn und Lipschitz geben hierauf die im „Vorbericht" bereits mitgeteilte Erklärung ab. Hierzu wird beschlossen: Der K. T. nimmt die Erklärungen der Bbr. Bbr. Blumenfeld, Bileski, Bertold Cohn und Lipschitz mit Befriedigung zur Kenntnis und stellt nochmals fest, daß die sachlichen Beschlüsse des K. T. keine Konzession in der Ringfrage darstellen, sondern daß die Ringfrage durch ' die Beschlüsse des 1. Tages des Kartelltages erledigt ist. Stein schließt sich jetzt der obigen Erklärung an. 2. Die alte Geschäftsordnung des B. J. C. wird mit den bereits erfolgten Abänderungen bis zum nächsten K. T. in Kraft gesetzt. 3. Die Ehrenratsordnung des B. J. C. wird in Kraft gesetzt. Hierzu wird der Absatz III des Antrages 41 angenommen. 4. Antrag 30 wird zurückgezogen. 5. über den letzten Absatz des Antrages 31 wird zur Tagesordnung übergegangen mit der Begründung, daß zu einer solchen Feststellung kein Grund vorliegt. 6. Die Bestimmung des Zeitpunktes und des Ortes des nächsten K. T. bleibt dem Präsidium überlassen. 7. Die Mitglieder des Erziehungsressorts (siehe Buchholzsches Referat) sollen vom Präsidium ernannt werden. 8. Antrag 45 wird dem Präsidium als Material überwiesen. 9. Antrag 43 wird zurückgezogen. %