Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 4 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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IB8f-v unsere Arbeit. Unsere Bundesbrüder haben sich im übrigen, obgleich sie eine Neuwahl ablehnten, zu praktischer Arbeit zur Verfugung gestellt Es liegt nun, wie gesagt, an uns. Endlich muß mehr Verständnis für die Arbeit in der Turnerschaft bei uns sich einstellen. Wenn wir es nicht zulassen wollen, daß eine große Anzahl brauchbarer Menschen vollkommen in das Fahrwasser der Assimilation oder, was vielleicht noch schlimmer ist, eines verwässerten Nationaljudentums geraten, dann müssen wir der Turnerschaft unsere Kräfte zur Verfügung stellen. Wir haben bis jetzt auf jedem Karteiltage die Mitarbeit in der Turaerschaft beschlossen. Diesen Beschlüssen ist noch nie die Tat gefolgt. Es waren immer dieselben, die arbeiteten. Wenn wirklich Kartelltagsbeschlusse keine Farce sein sollen, so ist es Zeit daß sich auf diesem Gebiete die Stellung des Kartells und der einzelneu Bundesbruder vollkommen ändert Ich glaube auch, daC mit dieser Außenarbeit des Kartells, nämlich der Jugendarbeit, eine innerliche Oes u n d u-n g Hand in Hand gehen wird. Erfahrungen «les Keilressorts Von Art h u r Stein,. Berlin V o r b e m e r k u n g der R e d a k t i o n : Die Erfahrungen, die Arthur Sit-in als Leiter des Keilressorts wiedergibt, sind von den anderen Präsidiumsmhghedern in dem gleichen Maße gemacht worden. Es sieht fest, daH die Präsidialarbeit durch das mangelnde organisatorische Verständnis der Bundesbrüder und die Nachlässigkeit in der Beantwortung von Brieten und Anfragen auf das schwerste geschädigt worden ist. Ii C Am 2, Juli versandte ich ein Rundschreiben an die Verbindungen mit einem Schern;!. in das die neuamgenommerien Faxe eingetragen werden sollten. Auf der richtigen Ausfüllung des Schemas beruht die kanhotek des Kartells {also z. B. auch das Adreßbuch» die Versendung unserer Zeitschriften usw.) sowie die der Keif luxe (also die technische Einteilung der Arbeit des Keilressorts), ferner die Keilstatistik (d:nnit auch der Bericht des Präsidiums für das Karleil)» schließlich z. f. die Arbeit des Turn- und Sportressorts» Da ich weiß, daß nach Schluß des Semesters von unseren Verbindungen keine Angaben mehr zu erlangen sind, -setzte ich als Frist zur Einsendung des Schemas den 15- Juli, um bis zum Schlutt des Semesters die aller Voraussicht nach säumigen Verbindungen noch zweimal mahnen zu können. Zu dem angesehenen Termiii hatten 7 Verbindungen (einschließlich der Gruppen} von unseren insgesamt 30 ihre Verpflichtung erfüllt! Bis zum 1. August folgten () weitere Verbindungen nach zweimaligen AtvlmDriefen. Alsdann weckte eine Poe na von je 50 M. einige schläfrige Gemüter. Drei Verbindungen schrieben, sie hätten ein Schema überhaupt nicht erhalten, was ihnen bis dahin* trotfc der Begleitschreiben und Mahnungen offenbar nicht aufgefallen war* In 2 Fähen wurde mitgeteilt, daß die zuständigen Bimdcsbrüder längere Zeit verreist, in 2 weiteren Fallen, dal] sie erkrankt gewesen seien. Der Gedanke, da Ii inzwischen andere die Arbeit weiterführen könnten, scheint nicht so einleuchtend zu sein, wie ein unverbildetes Gemüt anzunehmen geneigt ist. Heute, am 15. August, haben noch 8 Verbindungen das -Schema nicht eingesandt! Weitere wichtige Fragen des Rundschreibens haben ganze drei Verbindungen beantwortet, und auch diese lückenhaft! Es sind bisher über 100 M. an 'übermässigen Schreib- und Portokosten entstanden, das Büro muß sich mit dieser unfruchtbaren Arbeit quälen, die Bundesbrüden die jua neu die Aemter fuhren, müssen sich in einen ärgerlichen Briefwechsel mit mir einl isseu, der nicht zum Ziel führen kann, weil das Materia! nicht mehr da ist* ich seihst kenne für mich eine nützlichere Beschäftigung als diese jämmerlichen „Arbeiten". Weiter: ca. 50—70 Füxe sind nicht in unserer Karihotek, erhalten keinen St% beschimpfen infolge-