Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 4 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Mitteilung des Ueberweisungsressorts m dessen das Präsidium, konftaen nicht ins Adreßbuch (wie vorher), zahlen keinen Beitrag an das Kartell {was sie nicht sehr ^schmerzen wird), befinden sich weiter in der Karthotek der Keilfüxe, werden weiter als Keiltüxe betrachtet, ich kann dem Kaiteil keinen Keilbericht geben» usw. usw. jetzt rechne man^die Kosten, Mühen, den Aerger, den Aufwand an Zeit und Kraft zusammen, die hier vergeudet werden, weil einige Bundesbruder, die Beamte ihrer Verbindung, also besonders tüchtig sind, ihre Pflichten vernachlässigen! Gleichzeitig erhalte ich die Anregung einer Verbindung, das Präsidium möge seine Schreiberei einschränken* Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet: 70 — siebenzig — Prozent der aus meinem Ressort stammenden Korrespondenz sei darauf zurückzuführen, daß den Bundesbrüdern unbekannt sei, daß man B r i ef e schreibe, um Antwort zu erhalten. Ändere Beispiele-: Ein Alter Herr teilt voller Entrüstung mit, zwei Vettern von ihm, die er uns gerneidet habe, würden nicht bearbeitet und daher dem K, C zufallen. Ich bitte sofort um Angabe der Namen usw,, um etwaige Fehler aufzudecken und, wenn möglich, die beiden uns zu erhalten. Damit schließt der Fall, denn zu einer Beantwortung langte die Entrüstung nicht mehr. Gelegentlich erhalte ich von Verbindungen Berich!e folgenden Inhalts: „Unsere Keilarbeit ist bisher sehr mäßig. DerBuridesbruderN.N., der bisher diese Arbeit zu leiten hatte, zeigt' für sie seit etwa 6 Wochen kein Interesse» Wir1 hoffen, daß nunmmhr mich der Neuwahl die Arbeit sich bessern wird." Die Hoffnung ist natürlich trügerisch, denn die Keilföxe sind inzwischen anderweit vergeben. In der Tat haben wir Organisationen, die" 2—3 Monate gebrauchen» um festzustehen, daß ein Biindesbruder sich um seine Arbeit, die nur in dieser Zeit geleistet werden konnte, überhaupt nicht gekümmert bat Ein großer Teil der Bundesbrüder schreibt an das Präsidium nur mit besonders stumpfen Bleistiften. Der Inhalt solcher Briefe erfährt eine besonders wohlwollende Beachtung, weil er nicht entziffert werden kann. Daß die Bundesbrüder Mitteilungen für fünf Ressorts auf ein Blatt schreiben, ist in der Zeit der Papierknappheit nur lobenswert;. Eine Preisfrage: Wieviel Bundesbrüde/ hat das Kartell, die vor Beginn des Semesters folgende Nachricht absenden : „Am so und so vielten fährt der Keilt ux N. X. nach V. ins Semester. Er trifft dort dann und dann ein. Ich werde alsbald seine Adresse in Y. mitteilen. Seine Stellung zu uns ist folgende ....?k% Lösung: Keine zehn! Man will die Dienstpflicht einführen. Ich würde mich freuen, wenn es - - als Abschlagszahlung ...... gelänge, unsere Bundesbrüder so zu beeinflussen, daß sie 5 $ Tage vor oder wenigstens rechtzeitig zu Semesterbeginn die Universität aufsuchen. Nichts beeinträchtigt die Arbeit der Verbindungen {die Werbearbeit wie die ganze innere Arbeit) mehr als der Umstand, daß unsere Verbindungen sich gewöhnlich erst in der Mitte des Semesters zusammenfinden und konstituieren. Ich habe nur eine kleine Uebersicht gegeben, aber ich gestatte mir jetzt die Frage: Welchem erwachsenen Menschen wollt Ihr noch zumuten, daß er seine Arbeit dem K.J.V. widmet, wenn er sich damit aufreiben muß, daß er Euch die kleinsten Ansiaiidsregelii des täglichen Lebens und die kleinsten zionistischen Pflichten -- vergeblich einschärft? Mitteilung lies UebeiHweisungsresseris ' L Ich mache darauf aufmerksam, daß den Bundesbriidern, deren Ueberweisungsgesuche genehmigt sind, dies aus Sparsamkeitsgründen nicht mehr mitgeteilt wird, ~ Selbstverständlich sind diejenigen, die ihre Absicht betreffs ihres Studienortes im Winter-Semester entgegen Ihrem Ueberweisungsatitrag geändert haben, verpflichtet, mir davon Mitteilung zu machen. 2, Nach dem mir vorliegenden Material drangen sich die Bundesbrüder für das Winter * Semester nach den Großstädten, insbesondere nach Berlin,