Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 17 (1920)
- Issue
- Heft 4 (August 1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Die Berufsvorbereitung im Palästina — W„PiunerT Aliem Richtlinien Sie Berufsvorbereitiiiig für» Palästina ■ Vorbemerkung der Redaktion*' Im. Anschluß an die Beratengen des letztest DeSegierlentages und der Jahreskonferenz hat die Redaktion eine größere Anzahl von Bundesbrudern um die Bekanntgabe Ihrer Ansicht über die Möglichkeiten -einer Berufsvorbereitung für Palästina gebeten, Die bisher eingegangenen Aeu Hertingen werden nachstehend veröffentlicht Es wäre außerordentlich wünschenswert, wenn sich an der Erörterung dieser wichtigen Frage» die ün nächsten Heft tortgeset7t werden soll, insbesondere, die im praktischen Leben stehenden Bundesbrüder rege beteiligen würden. - - B, C. ' # m) MM^emmmm-MieMMmmm Von W a f1 e r P i n n e r? Berlin Mit dem Problem der Berufsvorheitimg habe ich mich wiederholt beschäftigt. Ich bin aber immer zu dem Ergebnis gelangt, daß es nicht möglich ist, z. Z. bestimmte Vorschläge zu machen oder junge Leute?u veranlassen, Berufe zu ergreifen, so lange wir nicht aus Palästina selbst greifbare Anregungen erhalten, Wir sind uns darüber klar, daß wir dahin streben müssen* einen möglichst großen Ten der Beamtenschaft des Landes zu stellen und daB auch unsere eigene Institution {Koionisationsamt Seibstvcr^ltr-itgsor^ane der Gemeinden und Genossenschaften etc.) geeignete Lev.te brauchen weiden. Aber zu den meisten dieser Aufgaben wird es nicht immer einer speziellen Berufsausbildung bedürfen« sondern es wird darauf ankommen, daB uns energische und In wirtschaftlicher Tätigkeit bewahrte Leute zur Verfügung stehen. Ich bin der Ansicht, daß im Augenblick noch die beste Vorbildung, die sich der einzelne aneignen kann, darin besteht, daß er sich bemüht an dem Platze, wo er ist, so viel wie möglich zu leisten, um Selbständigkeit des Handelns zu erlangen. Dadurch wird er an sich die Eigenschaften pflegen, ■ auf die es vor allem ankommt. Wer aoer in eine in Studium-, oder m eine?n Beruf drinnen steckt, m dessen Ausübung er keinerlei Vorbereitung für Palästina in schuft glaubt der kann nichts besseres tun, als hebrätscl" englisch und arabisch?u treiben. Leute, die diese drei Sprachen können* werden voraussichtlich mb Laternen iresiiclit werden. I»} Hie Beamtenlauf fo&Jirc Von M o ritt B i! e s k i - Berlin Wenn Ich die Frage über die Aufstellung von Richtlinien für die zionistische Berufe vorbereitlang beantworte, so ist zunächst darauf hinzuweisen, daß uns bisher jede Erfahrung über die besondere Art unserer Aufgabe fehlt ""Die sachliche Aufbauarbeit in Palästina hat ja kaum oder noch /ptrnicht begonnen und es ist daher sehr schwer, wirkliche, auf prijpscfier Erfahrung beruhende Ratschläge zu geben, Was sich sagen läßt ist wenig und überdies m ganz allgemeinen Ueberlegungen begründe!, so daß also nur mehr oder weniger Selbstverständlichkeiten herauskommen werden. Mit diesem Vorbehalt wäre folgendes festzustellen : . : , ■ T '