Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 3 (12.8.1915)
- Date
- 1915-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Der jüdische Sttfdeiii 63 stlsche Reife uns noch vor dem Krieg den Willen zum Zusammenschluß gab. Ohne den Krieg wäre die Fusion in ihrer Durchführung ohne Zweifel weitergekommen, aber nur organisatorisch; innerlich hat der Krieg sie weit gefördert Die draußen im Felde 'zusammengetroffen sind, haben sich als Bundes- ^: brüder gefunden, auch wenn sie sich vorher kaum gekannt haben;jind die hier geblieben sind und die Aufgaben erfüllen, unseren Bund über die Schwierigkeiten dieser Zeit hin wegzubringen, ihn für die Heimkehrenden zu erhalten, haben in der gemeinsamen Arbeit sich in Freundschaften und Bundesbrüderlichkeit gefunden. Die aus dem Felde zurückkehren, werden einen geschlossenen Kreis finden, der sie alle mit der gleichen herzlichen Freundschaft zu gemeinsamem Leben und zu geineinsamer Arbeit erwartet Der organisatorische Ausbau hat unter dem Krieg gelitten. Wir mußten uns darauf beschränken, das Erreichte zu erhalten, die künftige Ausgestaltung vorzubereiten. Diese wird Aufgabe des ersten Karielltages sein. Was noch an unerfüllten Wünschen geblieben ist, wird auf diesem Kartelltag freundschaftliches Verständnis und Entgegenkommen finden. Dieses Verständnis soll aH den Bestrebungen entgegengebracht werden, die der Freude am Kartell, der inneren Festigung des Kartells, dem engeren Zusammenschluß unserer Bundesbrüder dienen. Was geeignet ist, unsere Gemeinsamkeit zu stören, was den inneren Zusammenhang, die organische Einheitlichkeit d£s Kartells gefährdet, wird die scharfe Gegnerschaft aller jener finden, die begriffen haben, um was es sich bei der Schaffung unseres Kartells handelte. Nicht u m e i n e O r g a n i s a t i o n, n i c h t um unsere P ersö n i i c h k e i t e n, s o n d e r n u m d i e j ü d i s ch e Sa c h e. Zum Todestage Herzls Vony^ arry Epstein {80;Ä..H.),''Duisbiirg' Zwanzig Jahre sind es her, seit die große Wandlung uns uns e r n Herzl gab. Aus dem Nichts wurde er geboren. Die graue Trostlosigkeit jener Zeil wurde nicht einmal belebt dutth <den geschäftigen Lärm, mit demj[die sich heute betäuben, cfeneri