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Der jüdische Student · 1915-06-11 · Heft 1 (11.6.1915) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
12 (1915-1916)
Issue
Heft 1 (11.6.1915)
Date
1915-06-11
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Der Jüdische Student 21 zu einem ablehnenden Ergebnis gekommen. Mit ihrem Einverständnis hat das Finanzressort dem Präsidium folgende Vorschläge gemacht: L Für diejenigen K. V., die das Semester n i-cht eröffnet haben, und für d.iej en igen K-V.,. die n i cht i m s ta n d e sind, selbst zu w i rt - -schalten, .soHen für die Dauer des Krieges die Kassenverwaltungen nach Berlin verlegt und hier besonderen Pflegern unterstellt werden. Die Pfleger werden mit den erforderlichen Befugnissen ausgestattet und sind dem Präsidium verantwortlich. Allen anderen Verbindungen steht das Präsidium in finanziellen Angelegenheiten mit Rat zur Seite. 2. Zwecks der Sichersteliung der K. V. wird eine Kartellumlage von 5 AI erhoben, die ausschließlich für die Verbindungen verwendet werden darf. Das Finanzressort w'rd nach Maßgabe der Verhältnisse aus dem Ergebnis Unterstützungen gewähren. In der Sitzung vom 11. Mai hat das Präsidium diesen Vorschlägen seine Zustimmung erteilt, wodurch sie zu Beschlüssen erhoben sind. In Ausführung des ersten Beschlusses werden sämtliche K. V. hiermit aufgefordert, dem Finanzressort eine genaue Uebersicht über ihre Aktiva und Passiva sowie eine detaillierte Aufstellung der laufenden Ausgaben einzusenden. Es ist ferner mitzuteilen, wer über die F i na nzverhältnisse der betreffenden Verbindung Auskunft geben kann. Die „Verbindungsumlage" wird mit Rücksicht auf die fälligen Präsidialbeiträge erst am 15. Juli erhoben» 3. Die Erich Rosenkranz-Stiftung Durch den Verlust unseres Führers und Ersten Vorsitzenden Erich Rosenkranz ist uns das schwerste Opfer auferlegt worden. Mit Entsetzen haben die Bundesbrüder die erschütternde Kunde von seinem Tode vernommen. Uns allen war es Bedürfnis, unsere unauslöschliche Liebe und Verehrung, aber auch unseren tief gefühlten Dank für den Toten in einer Institution zum Ausdruck zu bringen, mit der für alle Zeiten sein Name verknüpft ist. Auf unser Schreiben vom 29. April haben gleich etwa 100 Bundesbrüder gegen 3000 M. gestiftet. Soll die Stiftung ihren Zweck erfüllen, soll sie Sinn und Existenzmöglichkeit haben, so muB sie auf eine ansehnliche Höhe gebracht werden. Gewiß, wir leben in ernsten Zeiten und fasi ein jeder muß sich einschränken. Aber das wissen wir, es wird keinen unter uns geben? der zurückstehen wird, wenn es gilt, unserem von uns

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