Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 1 (11.6.1915)
- Date
- 1915-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3537599-3537715-3537716--3451-3542839- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
22 Der judische Student allen verehrten Führer ein Zeichen des Dankes zu errichten, das bestimmt sein soll, in seinem Sinne zum Wohle unseres Karteiis zu wirken. Die Liste der ersten Spenden berechtigt zu der Annahme, daß die Stiftung sehr bald wachsen wird. Wir rechnen, daß noch in diesem Jahre 7—8000 Mark zusammenkommen werden und daß mit der Zeit das Kapital der Stiftung auf 20—30 000 Mark gebracht wird. Schon haben Bundesbrüder neben den jetzigen Spenden sich''-verpflichtet, monatliche oder jährliche Zahlungen zu leisten. Das Präsidium des K J, V. zeichnet vorläufig 200 Mark jährlich und behält sich vor, nach dem Kriege diesen Betrag zu erhöhen. Wir erwarten, daß auch d i e K. V . und B. V. sich zu jähr 1 i c h e n Spenden entschließen werden. Die erste Liste der Spenden wird nebst einem Aufruf in der Rosenkranz - Gedenknummer veröffentlicht werden. Das Stiftungsvermögen wird vom Präsidium, jedoch selbständig, getrennt von den Präsidialfonds, verwaltet! Die Beiträge sind erbeten an Dr. Henryk Cohn, Beriin W. 50, Passauerstr. 11a, Postscheckkonto \7 h9\ beim Postscheckamt Berlin. An diese Adresse können auch die einberufenen Bundesbrüder die Stiftungsspenden — aber nur diese — senden Zur Vermeidung von Verwechselungen und zeitraubenden Rückfragen wird dringend gebeten, den vollen Namen und die Bezeichnung „Rosenkranz-Stiftung" anzugeben. — Groß sind die finanziellen Anforderungen, die an uns herantreten. Glaubt nicht, daß wir leichthin die Beschlüsse gefaßt haben! Gerade das Finanzressort hat sich nur schwer zu einer Erhöhung der Beiträge entschließen können. Wir haben es auch erst getan, als die Notwendigkeit uns dazu zwang. Auch wir müssen bertit sein, Opfer zu bringen. Auch wir müssen nach bestem Können bemüht sein, das in langjähriger Arbeit Errungene zu erhalten. Und wenn ein jeder seine Pflicht tut, dann wird unsere Mühe nicht umsonst gewesen sein. Der Erfolg ist uns sicher! Henryk Cohn Protokolle 10. Sitzung vom 7. Januar 1915* — Beginn: 9l/2 ühr. Anwesend: Rosenberg, Erich Cohn, Ben r y k Cohn, Oerson, Herlitz,'Fischer, Rosenbauni. Weiterberatung über Finanzfragen der Berliner V. J. St.-en. — Bericht über die Finanzlage des Kartells. — Es wird beschlossen, einen Vortrags* zyklus über das Thema „Die Juden und der Orient** zu Gunsten des Roten Halbmondes zu veranstalten. — Die Leitung der Ketlarbe t wird wegen Behinderung von Herlitz auf Albert Baer übertragen. Schluß; Ii1/* Uhr.