Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 6 (23.1.1915)
- Date
- 1915-01-23
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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18& Der Jüdische Steden! an den Taniabenden. des Jüdischen Turnvereins, den Wandermigen des Jüdischen Wanderb^üdes, sowk Fet&öbimgeii, zu denen uns die V,J.St Heidelberg die Waffen zur Verfügung gestellt hat Daneben keilen wir .natürlich audh eifrig und hoffen,, in kurzer Zeit schon einige positive Resultate dieser Arbeit verzeichnen zu können. Die hier lebenden Alten Herren des vormaligen K. Z. V. beteiligen:-sich in dankenswertester Weise an unserem Veremsleben. Mehr zu tun, ist unter den gegenwartigen schwierigen Verhältnissen nicht möglich. Auch unser Arbeitsprogramm wird leiden müssen, sobald ersi aJf die Bundesbrüder, die noch ihrer Einberufung harren, einberufen sein werden; wir werden dann kaum noch ein halbes Dutzend hier sein, Solange es jedoch irgend geht, werden wir das Korporationsieben weiter führen und hoffen . so in diesem Wintersemester wenigstens noch den Stammtisch Frankfurt a. M, einem guten Ende entgegenführen zu können» Coldmann ■* Akademische Verbindung Kadimah im K.J. V., Wien. Das Scmmersemester' 1914 wurde Mitte Juli geschlossen. Bis dahin setzten wir unsere zionistisch - studentische Tätigkeit regelmäßig fort. Auch die rerialangetegenheiien, welche abermals Bbr. An'ai, leitete, gingen biszur fetzten JuHwoche ihren gewöhnlichen Qang\ Die Bundesbrüder waren auf Ferien gegangen ......da kam die Mobiteiadumg. Zahlreiche Kadimahner zogen voll jugendlicher Begeisterung in den Krieg. Das gewaltige Srei&nis drückt auch unserem Bericht seinen Stempel anL. Unser Bericht -fst 'ein .Kriegsbericht weil d?e in eisten unserer Bgndesbruder. als-, gediente Soldfiten im Fe?de stehen und weil die in Wien vergebenen Mitglieder der Verbindung, es sind nur drei. Aktive und mehrere Alte Herren,, ihre Tätigkeit jetzt aii5sch!'eS'ich Dingen zuwenden, die der Krieg im Gefolge hat Der Krieg hat Humi er t1ausende von Flüchtlingen aus den zeitweilig vora.. : Feinde besetzten Gebieten nach Wien gebracht . Kadimahner. insbesondere c*e A. H, Advokaten Dr. Bernhardt ut;d Dr. Schubert, sowie Bbr. cand, jur„ A n t a i sind rn;t großer Hingabe und £rfoig irrt Rechtsschutzbüro für die Flüchtlinge und im VermiiStenbüro laiig. weich letzteres der snüiative unseres A. H. Dr. P i e k a r s k 1 sein Entstehen verdankt und ebenso wie das Reehtssehiitzbüro segensreich wirkt Diese Büros werden rast ausschließlich von Juden v Anspruch genommen. Die gesamte zionistische Organisation In Wien befaßt sich eifngst mit der r lüchtlingstürsorge,. Die allgemeinen patriotischen Kriegsfürsorge-Äktionen haben ebenfalls In den A. H. .der Kadimah Förderer gefunden. Das" innere Leben der Verbindung hat durch den Krieg eine bedeutende Veränderung erfahren., rast' sämtliche Inaktive und Aktive stellen unter detr Fahnen. Die .Geselligkeit wird durch Zusammenkünfte der in Wien weilenden Alten Herren, die in regelmäßigen 7\*-i§€hsnnU2men erfolgen und aa denen, auch die Aktiven teilnahmen, gepflegt. Bei diesen zwanglosen Abenden werden auch gelegentlich Vorträge gehalten.