Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 5 (1.11.1914)
- Date
- 1914-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Der Judische Student Felix Sommerfeld X * Franz L i 11 a u e r XX F. M. Otto Ensch XXXS.W. Wohl kein V.J.St. ist so mit seiner Hochschule verknüpft, wie der unsrige. Fachliches Zusammenarbeiten, tagliche Zusammenkünfte schaffen ein enges persönliches Verhältnis der einzelnen Bundesbrüder. Dazu verhalfen auch das sonntägliche Wandern, das uns die Schönheiten der Mark kennen lehrte und sich als gutes Erziehungsmittel zur körperlichen Strammheit erwies. Neben dem Wandern führten wir Sportjfachmittage ein, die auf dem. für uns Charlottenburger so günstig gelegenen Hochschulsportplatz stattfinden. Daß daneben auch für gemütliche Kneipen Sinn vorhanden ist, bewies die sehr gemütliche Mai-Kneipe auf dem Müggelschloß. . Juni 1914 Sommerfeld > *#.•<• * t- Verbindung Jüdischer Studenten Hasmonaea an der Universität Berlin Gegr. 28. Februar 1902. — Farben: gold-sckwarz-gold. Kneipe: Berlin NW., TurmstraSe 8. Brief ad resse (bis auf weiteres); Dr. Fritz Loewenstein, Charlottcnburg. Leibniz-Str. 58. Wir eröffneten unser 25. Semester mit einer Akiivitas von 7 Burschen und 12 Fuxen, Der Antrittskonvent stieg am 25. April und nahm folgende Chargenbesetzung vor: Ludwig Aron X Kurt Adler XX S. W, Georg Nathan;\XX W. Für die jüdische Ausbildung der Bundesbrüder war — neben den üblichen Fuxenstunden — durch einen Vortragszyklus über Nawratzkis Palästinabuch Sorge getroffen, der sich auf drei Abende erstreckte und an denen i. a. B. L ö w e n s t e i n und die a. B. A b e i s o h n und Beredt referierten. Außerdem fand noch ein Vortrag von A. H. Kurt Blumenfeld über „Unsere jüdische Entwicklung** und eine Gedenkfeier anläßlich des 10. Todestages Theodor Herzls statt, bei der Bbr. Hans Bloch die Gedenkrede hielt. Der Pflege der körperlichen Ausbildung und des bundesbrüderlichen Zusammenhangs waren unsere Wanderungen gewidmet. Am frühen Sonntagmorgen wanderten wir hinaus m die Umgebung Berlins und in den Pfingsterien führte uns unse/ Weg *ogar auf einer mehrtägigen Tour nach der mecklenburgischen Seenplatte. So versuchten wir unseren Berliner Aktiven die Schönheit und den Reiz kleiner Sommeruniversitäten zu ersetzen. Neben den Wanderungen sorgte eine Anzahl wohlgelungener Kneipen für den geselligen Zusammenschluß der Bundesbrüder. Besonders zu erwähnen ist hier di4 Palästina-Wein-Kneipe zu Ehren unseres lieben Bundesbruders MichelJfreizraann, der nach Abschluß seines Studiums uns verließ, um seinen Beruf als Landwirt in Palästina auszuüben. An die jüdische Öffentlichkeit traten wir durch Chargieren bei der feierlichen Einweihung des neuen Sportplatzes des Jüdischen Turnvereins Bar Kochba, yX Juli 1914. / Ludwig Aron (aj