Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 5 (1.11.1914)
- Date
- 1914-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Judische Student 135 In die jüdische Öffentlichkeit traten wir mit einer dem Gedächtnis Theodor Herzls gewidmeten Matinee, die im großen Saale der Hermannloge die nationaljüdische Gesellschaft Br?slaus vereinigte. Mit den ergreifenden Klängen des Beethovenschen Trauermarsches wurde die Feier eröffnet. Dann folgte nach weiteren rezitatorischen und musikalischen'Darbietungen die Gedenkrede unseres A, H. Kurt B1 u m e n f e I d-Beriin, der in markigen Worten die Persönlichkeit des großen Toten zeichnete und der lebenden Generation die Mahnung zcrief, so wie Theodor Herzl ihr Leben einer einzigen großen Idee zu weihen. Der Gesang der Hatikwah bildete den Abschluß der eindruckvollen Feier. Personalia: A. H. Kopfstein ließ sich in Beutheti O.-S. als Rechtsanwalt nieder. A. H.Gallus verlobte sich mit Fräulein Valerie Lindner. A. H. J a n o w e r bekam eine Tochter. — Hey mann bestand sein Physikum mit. „gut1*. Sklarz wurde nach bestandenem Burschenexamen rezipiert. David Cohn bestand sein Fuxenexamen. Im Juli Benno Cohn * * Verbindung Jüdischer Studenten Kadimah an der Universität Mönchen Gegr. 9. Mai 1900. — Farben: blau-wciß-gelb. Kneipe: Bayerstr. 67. Briefablage: Bayerstr. 69, 1. Seitenbau rechts. Wir eröffneten unser 29. Semester am 27, April mit dem Autrittskonvent, der die Chargen mit med. Harry Berg als , F.M* u. F.W<, iur. Richard Schwabe als >> u. S.W., med. dent Julius Nußbaum als XXX u. K.W. besetzte. Tendenzfuxenstunden gab Hüb, Komment der Fuxmajor. Töplitz erteilte Unterricht im Hebräischen und in Palästinakunde. Soll man zum soundsovielten Male die Vorzüge eines Münchener Semesters schildern? Die Reize der Münchener Stadt und der Münchener Umgebung werden stets jeden jungen, lebens- und bildungsfrohen Akademiker gefangen nehmen. Das bundesbrüderliche Leben blühte. Die Wanderungen, die wir streng wandervogelmäßig unternahmen, knüpften neue Bande der Bundesbrüderlichkeit. Unsere schöne Kneipe, deren unvollkommenes Bild diesem Hefte beigegeben ist, war wie immer der behagliche Mittelpunkt des Verbindungslebens. In jüdischer Beziehung taten wir in Kursen, Teilnahme an jüdischen Veranstaltungen und der Palästinafahrt das Unsere und glauben, für die Entwicklung unserer Mitglieder, besonders der uns anvertrauten Fuxe, pflichtgemäß gesorgt zu haben. Juli 1914 Berg * * * Verbindung Jüd. Studenten a d. Kgl.Techn. Hochschule zu Charlottenburg Gegr.!6. August *901. — Farben: Gelb-hdlbtaa-weiß Kneipe u. Bnefablage: Charlotienbiirg, Cauerstr. 22. Tel. Amt Wilhelm 4907. Mit einer Aktivitas von acht Burschen und vier Füxen begannen wir dieses Semester. Nach einer Umchargierung ergab sich folgende Chargenbesetzung: