Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 4 (10.7.1914)
- Date
- 1914-07-10
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537746-3537750--3268-3542653- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
80 Der Jüdische Student i 8. Der neue Bund ist auf dem Prinzip straffer Einheitlichkeit und enger Bundesbrüderlichkeit aufgebaut Es herrscht Duzkomment. Zwischen denen, die zur Zeh der Fusion Alte Herren des BJ.C. oderK.Z.V. sind, besteht ein Zwang zum Duzen nicht. Der Erläuterung bedarf nur der letzte Satz. Er besagt, daß zwar jeder Alte Herr sich mit den Aktiven und Inaktiven des andern Verbandes zu duzen hat, daß aber ein Duzzwang der Alten Herren untereinander nicht besteht Natürlich ist es wünschenswert, daß der Duzkomment auch hier bald praktisch durchgeführt wird; doch schien es angemessen, zum mindesten für die Uebergangszeit einen Duzzwang nicht einzuführen. 9. Bei den Ueberweisungen nach einem Orte, an dem Korporationen beider vereinigten Verbände bestehen, sollen die Wünsche der zu Ueberweisenden neben den Interessen des Bundes besonders grundlich gewürdigt werden. Das Ueberweisungsressort wird bis zum K. T. 1915 von einem bisherigen B.J.C-er und einem bisherigen K.Z.V.-er gemeinsam verwaltet. Satz 1 ist dazu bestimmt, auf die K. Z. V.-er beruhigend zu wirken. Es ist verständlich, daß in einzelnen Kreisen der K. Z, V-er die Befürchtung auftauchen könnte, das neue Präsidium, in dem die alten B. J. C.-er das Uebergewicht haben, würde alsbald die Struktur der bisherigen K. Z.V.-Verbindungen völlig verändern) und nicht einen Stein auf dem andern lassen. Wir brauchen nicht zu betonen, daß das nicht unsere Absicht ist; denn wenn wir auch einen gewissen Austausch für erforderlich halten und auch durchführen werden, so hat das mit einer gewissen Vorsicht und einem gewissen Takt — insbesondere in der Uebergangszeit — zu geschehen. Dieser Punkt hat natürlich mit der Programmfrage nichts zu tun. Satz 2 beruht auf einem von uns ausgehenden Vorschlage. Wir halten die doppelte Besetzung des Ueberweisungsressorts für wünschenswert, einmal im Interesse einer sachgemäßen Bearbeitung der Ueberweisungsanträge (bessere Personalkenntnis!), dann aber auch, um das Vertrauen zum lieberweisungsressort, das bekanntlich ganz besonders dem Mißtrauen der Korporationen und der einzelnen Bundesbrüder ausgesetzt ist, zu stärken.