Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 2 (30.5.1914)
- Date
- 1914-05-30
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Der jüdische Student 29 liehen Bande umschlingen; wir denken an das Wort, daß, was der politische Sinn nicht vermag, die Freundschaft eines ganzen Volkes bewirken wird, 3. Der B Verschmelzungsgedanke wurde auf beiden Seiten gestärkt durch die Angriffe der antmationalen Judenheit, insbesondere des Antizionistischen Komitees und des K. C. Nicht etwa, daß diese Angriffe uns erschreckt und die Keilerfolge des K. C in diesem Semester uns entmutigt hätten, aber die Angriffe von jener Seite haben i/ns gezeigt, wo unser Gegner steht, daß B. j. C und K. Z. V. trotz alier Rivalität zusammengehören und daß sie gemeinsam die Front gegen die antinationale judenheit, speziell gegen den K. C. zu nehmen haben. 4. An sich wäre der Einwand denkbar, man solle die Verbände allmählich sich nähern lassen, zunächst gewisse spezielle Arbeitsgemeinschaften und gemeinsame Organe schaffen, bis die Fusion allmählich von selbst eintritt. Zu einem solchen Vorgehen haben wir aber keine Zeit: Im Herbst wird die Universität in Frankfurt eröffnet, der K. C, unterstützt von den reichen Geldmitteln des Zentralvereins — es werden fabelhafte Summen genannt — und von seinen dortigen sehr eifrigen Alten Herren (Dr. Mainzer), wird sofort eine glänzende Korporation aufmachen. Auch der B. J. Cr und der K. Z. V. wollen sofort dort gründen: zwei kleine schwache Häuflein, wollen sie getrennt gegen den starken Gegner vorgehen und werden wiederum einen Teil ihrer ohnehin schwachen Kräfte im Kampf gegeneinander versplittern. Wir halten es für unbedingt erforderlich, in Frankfurt gemeinsam vorzugehen. Aber so lange beide Verbände nebeneinander bestehen, wird kaum der eine Verband zugunsten des andern zurücktreten wollen. III. Wenn sonach auch gewichtige Gründe für eine Verschmelzung vorliegen, so läßt sich doch nicht verkennen daß, ihr auch Bedenken entgegenstehen und daß erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden sind. Die größte Schwierigkeit bereitet die Programmfrage. Wir hatten bisher den Vorteil eines sehr elastischen Programms, einen Vorteil, der uns nicht nur beim Keilen zugute kam, sondern auch unsere innere Entwicklung gefördert hat Das K. Z. V-