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Der jüdische Student · 1914-05-20 · Heft 1 (20.5.1914) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
11 (1914-1915)
Issue
Heft 1 (20.5.1914)
Date
1914-05-20
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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6 Der Judische Student Diese Zeilen erscheinen im Aprilheft, damit die Ferienchargierten alle Vorbereitungen treffen können, damit die Bundesbruder eine gute Wanderausrüstung und ihre Guitarre, Mandoline oder Geige in das Semester mitbringen. Zum Oberführer, der kein Chargierter zu sein braucht, aber den Wanderrat leitet, muß ein Bundesbruder gewählt werden, der vom Wandern etwas versteht, ein ehemaliger „Wandervogel" oder „Blau- Weißer". Es ist wichtig, daß etwas vom Geist und von der Stimmung der allgemeinen, großen Wanderbewegung über unserem Wandern schwebt, wenngleich die natürliche Abgrenzung gegenüber dem Schülerwandern nicht übersehen werden darf. Wählt Bundesbrüder, die schon einmal den ^Wandervogel" oder den „Vortrupp" gelesen haben, die wissen, was man unter „Hordenkochen" versteht. Ich empfehle, den Leitfaden des jüdischen Wanderbundes „Blau-Weiß" von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland zu beziehen und die wichtigsten Stellen im Konvent zu verlesen. Es wäre gut, wenn ihr für die Kneipe den „Wandervogel" abonnieren und ihn lesen würdet Daß die Blau-Weiß- Liederbücher angeschafft werden müssen, ist selbstverständlich. Auf jedem Antrittskonvent des kommenden Semesters muß dieser Antrag behandelt werden: „Der Antrittskonvent beschließt, das Wandern in das Tätigkeifsprogramm der Korporation aufzunehmen." Ist der Beschluß gefaßt, so muß er mit Entschiedenheit durchgeführt werden, Im Anfang wird es Kämpfe kosten, wenn der Sonntag offizieller Tag wird Aber es muß und wird gehen! Der Erfolg hängt, wie immer, davon ab, daß die Begeisterten nicht ermatten. Eine Universitäts-Bibliothek in Jerusalem Von Heinrich Löwe (V. j, St. Berlin A. H.),- Berlin In seiner letzten Sitzung hat das große Aktionskomitee nunmehr den formellen Beschluß gefaßt, schon jetzt an. die Sammlung und Gründung einer Universitats - Bibliothek für Jerusalem zu gehen. Wir beginnen also, diesen Beschluß in die Praxis umzusetzen. Die Gründung einer großen Bibliothek ist keine leichte Auf* gäbe und sie erfordert sogar dann eine außerordentliche Energie, wenn materielle Mittel reichlich vorhanden sind, W i r aber müssen unsere Bibliothek ohne alle Geldmittel ins Leben rufen. Lediglich die Opferwilligkeit unserer akademischen

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