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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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364 Aus den Korporationen menschlich eng mit den älteren Bundesbrüdern verknüpft. Den Fuxen- Unterricht erteilten der Erste Chargierte und A, H. F r e u n d 1 i c h , Geschichte a.B. Wolf söhn,. Palästinakunde a. B. Nathan, Hebräisch wurde incorpore in der hebräischen Sprachschule in einem wöchentlich viereinhalb Unterrichtsstunden umfassenden Kurs gelernt Weitere Ausbildungsmöglichkeiten boten uns die Vorträge unserer A.H. Witkowsky, Fischer, Herlitz, außerdem wurden Pressereferate, Buchbesprechungen und Diskussionsabende über uns interessierende Fragen, abgehalten. An geselligen Veranstaltungen siM zu erwähnen: die anläßlich des 50. Geburtstages unseres A. H. Heinrich L ö w e abgehaltene. große Festkneipe, unsere als Keilveranstaltungen ausgenützten und. vielbesuchten Sonnabendnachmittagtees, die Abende in den Häusern vieler unserer in Berlin wohnenden Alten Herren, ferner unser äußerst gelungenes Ssimchas-Thaurofest und die demnächst stattfindende Chanukahfeier. So wurde durch gemeinsame Arbeit und auch durch Beachtung der gemeinschartsbildenden Werte geselliger Veranstaltungen, gestützt auf eine straffe. Disziplin, unter Anspannung und Ausnützung der Kräfte und Fähigkeiten des bei weitem größten,, verfügbaren Teils der etwa 45 Aktiven die Grundstimmung enger, bundesbrüderlicher Zusammengehörigkeit erzeugt, die in den Kriegsjahren verloren und schmerzlich in den ersten Friedenssemestern vermißt worden war. Auch unserem jüngsten Nachwuchs gelang es, in diesen Ton harmonischer Gleichstimmung hineinzukommen- und wir glauben, daß nicht nur tendenziös unsere Füxe das nötige Niveau erreicht haben, sondern daß wir auch in ihnen Bundesbrüder gewonnen haben, die dereinst unsere Arbeit in den bewährten Prinzipien fortsetzen werden.. Im Anfang des Semesters wurde eifrig gewandert, später suchten wir, durch Turnen und Sport der körperlichen Betätigung zu dienen. Durch Rundschreiben an alle auswärtigen Mitglieder schufen wir ein Mittel der Erhaltung des im allgemeinen, nach Verlassen der Stammkorporationen so leicht erlöschenden Zusammenhangs, und die vielen herzlichen Dank- und Antwortschreiben zeigten uns, wie wir damit einem großen Bedürfnis entgegengekommen waren. Personalangelegenheiten werden wir von jetzt an in unseren Rundschreiben veröffentlichen. 7. Dezember. Rudolf Erhard' V. J. St« Zephirah. Breslau Am 7. November waren es zwanzig Jahre her, seit der Verein Jüdischer Studenten an der Universität Breslau von einigen wenigen, die das Zionsideal im Herzen trugen, gegründet wurde. Wir vermieden es bei der algemeinen Lage und der jetzigen Stellung dier Zephirah innerhalb des Kartells, den Tag mit einer geräuschvollen, Festlichkeit zu begehen, wollen aber durch den Hinweis an dieser Stelle den Bundesbrüdern, die damals gewirkt haben, den Tag in Erinnerung bringen. — Wir eröffneten das Zwischensemester am 11. Oktober. Der Antrittskonvent, von zirka 100 Bundesbrüdern aus ganz Schlesien besucht, bestätigte mit großer Majorität den bereits vom letzten SdMiußkonvent gefaßten, aber angefochtenen Beschluß betreffs der Ringbildung. Der Antrittskonvent sah sich genötigt, für die erste Charge einen jüngeren A. H. zu reaktivieren und besetzte den C. C. mit Fink eiste in * Leo Schweitzer ** Curt Ehrlich ***. Die Keiltätigkeit war diesmal .erheblich schwieriger als im ordentlichen Semester, da fast nur bereits bejahrtere Studenten als Keilobjekte in Frage kamen. Immerhin hatten wir sieben Aktivmeldungen, von denen fünf aufgenommen wurden. Es sind dies: stud. pharm. Herbert Goetz aus Thorn als O.V.G. stud. med. Martin Meyer aus Posen,

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