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Der jüdische Student · 1919-11-01 · Heft 7 (November 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 7 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Vom Präsidium Instanz des Kartells, ein Anrecht darauf haben, zu verlangen, daß Ihr Euch? in dieser Frage nach uns richtet. Wir bitten um Euren umgehenden telegraphischen Bescheid."/ Darauf erhielten wir am 8. Oktober folgendes Telegramm: „Terminänderung unmöglich. Eilbrief folgt! Zephir ah" Dies beantworteten wir mit folgendem Eilbrief vom 9. Oktober: „Wir haben Euer Telegramm vom 8. 10. erhalten; der dort angekündigte Eilbrief ist bis jetzt — 9. 10. abends — nicht eingetroffen. Wir protestieren dagegen, daß die Ringfrage in unserer Abwesenheit behandelt und dadurch die seit langem von uns gewünschte Aussprache unter unserer Teilnahme unmöglich gemacht wird. Selbst wenn noch eine spätere Besprechung mit uns zustande käme, könnte leicht die Neigung entstehen, sie als ^unwesentlich zu betrachten, nachdem jetzt wieder eine erneute Beratung und möglicherweise Beschlußfassung unter Teilnahme von Bundesbrüdern aus der Provinz und Vertretern des V. J. St. Berlin stattgefunden hat. Wir glauben, daß auch wir an einem derart zusammengesetzten Konvent teilzunehmen haben. Wir beantragen, die erneute Besprechung der Ringangelegenheit bis zu einem Konvent zu vertagen, an; dem wir teilnehmen können; der C. C. soll den Auftrag erhalten, sich sofort mit uns wegen Vereinbarung eines möglichst nahen Termins in Verbindung, zu setzen. Wir verlangen die Verlesung unserer Briefe vom 30. 9. und 6, 10. auf dem Konvent." Nach Absendung dieses Briefes traf folgender Brief vom 8. Oktober ein: „Wir bedauern es ganz außerordentlich, daß aus Anlaß der Festsetzung, des A. C. schon wieder Differenzen zwischen uns entstehen. Wir müssen den Vorwurf, die Aussprache mit Euch irgendwie verschleppt zu haben», entschieden zurückweisen. Ihr selbst habt Gewicht darauf gelegt, den Konvent nur dann zu machen, wenn wirklich alle beteiligten Bundesbrüder anwesend sein könnten. Das ist in den Ferien nie der Fall gewesen- Unserem Uebereinkommen, den Konvent am Beginn des Semesters zu machen, sind wir nachgekommen. Wir haben, entsprechend der Verabredung des Erstchargierten mit Euch, sofort alle auswärtigen Bundesbrüder angefragt, wann sie hier sein könnten, um entsprechend ihren Antworten den Termin festsetzen zu können. Die Verzögerung in der Festsetzung ist nicht durch unsere Schuld entstanden, vielmehr durch die Saumseligkeit der betreffenden Bundesbrüder, deren Antworten ganz vereinzelt und verspätet einliefen und zum Teil heute noch nicht vorliegen. Euch selbst haben wir den Termin sofort, als wir uns überhaupt darüber schlüssig werden konnten, mitgeteilt. Nun meintet Ihr, wir hätten Euch erst anfragen müssen, ob' Euch der Termin genehm ist. Da hatifen wir auf die einsetzende Semesterarbeit die weitgehendste Rücksicht nehmen zu müssen geglaubt, wovon wir auch nach Eurer Gegenargumentation nicht abgehen zu können meinen. Der von Euch vorgeschlagene evtl. Chargenwechsel scheint uns für das ganze Semester von schwerem Nachteil zu sein. Eine Verbindung hat sich, wenn sie ersprießlich arbeiten soll, zu Beginn eines Semesters über derartige grundlegende Fragen klar zu werden; kein C.-C. wird: funktionieren, wenn er damit rechnen muß, daß die Arbeit, die er begonnen hat, in kurzer Zeit in ganz anderem Sinne festgesetzt werden wird. Aus all diesen Gründen hat sich auch der Konvent vom 2. 10. ohne Widerspruch* der zahlreich anwesenden Ringgegner dahin entschieden, die Besprechung der Ringfrage auf dem Antrittskonvent zu erledigen. Nach diesem Beschlußhaben wir dann gleichzeitig mit dem Brief an Euch pflichtgemäß die Bundesbrüder in der Provinz benachrichtigt und unseren Freunden in Berlin mitgeteilt, daß zur möglichst objektiven Darstellung aller Differenzen ihr Erscheinen zum 11. ds. Mts. erwünscht wäre.

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