Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 7 (November 1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom Präsidium 317 Das alles heute zu ändern erscheint uns vollends unmöglich. Wir glauben, Euch unsere Stellung genügend begründet zu haben. Wir bitten Euch dringend, doch nicht stets bei jeder Differenz uns Illoyalität und Unehrlichkeit vorzuwerfen. Wir haben gehandelt, wie es uns das Interesse unserer Verbindung vorschrieb. Die Meinunk des Konvents steht hinter uns, wir sind also auch bereit, „alle Folgen unserer Handlungsweise zu tragen". Zum Schluß wollen wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß es Euch bei Berücksichtigung dieser Lage doch noch möglich sein wird, Eure Dispositionen zu ändern; wir bitten Euch dringend, um die Sache zu klären, persönliche Behinderungen zurückzustellen, evtl. die Absage, die Ihr uns machtet, anderen Orts anzubringen. Solltet Ihr dies nicht können, so steht es Euch frei, die Aussprache über den Ring später herbeizuführen. Auf diesen antworteten wir mit folgendem Eilbrief vom 10. Oktober: „Euer Eilbrief ist heute vormittag hier eingetroffen. Sein Inhalt ist nicht geeignet, die von uns angeführten Gründe für die Möglichkeit und Notwendigkeit der Vertagung des Konvents zu widerlegen. Wir haben daher unseren letzten Briefen nichts hinzuzufügen. Nur einen Punkt möchten wir noch ergänzen: Wenn Ihr meint, die Verbindungsarbeit gestatte einen kurzen Aufschub der Erledigung der Ringfrage nicht, so scheint uns das unrichtig zu sein. Bedenkt, daß die Arbeit des ganzen Kartells doch auch unsere Arbeit, ohne Rücksicht auf die Möglichkeit einer schleunigen Entscheidung dieser Angelegenheit erfolgt. Als Ihr auf dem Schlußkonvent Euren Beschluß faßtet und ihn den Organisationen des K. J.V. mitteiltet, wart Ihr jedenfalls nicht besorgt darum, ob die Unmöglichkeit einer schnellen Klärung die Arbeit des Kartells belasten würde. Wir können daher nicht einsehen, daß jetzt ein kurzer Aufschub der Erledigung dieser Frage bei Euch unmöglich sein soll." Die Besprechung der Ringfrage fand trotzdem ohne uns statt. Die von Breslauer Bundesbrüdern beantragte Aufhebung des Beschlusses der Zephirah wurde abgelehnt. Für die Ringbildung stimmten 26 Alte Herren, 23 Inaktive und Aktive; dagegen 15 Alte Herren, 18 Inaktive und Aktive. Wir geben im Folgenden eine vervollständigte Uebersicht mit den Stimmenverhältnissen, soweit sie uns bekannt sind: Für Ringbildung: 1. V. J. St. Zephirah Breslau 49 : 33 2. V.J. Si. Berlin 24 : 11 (Mehrheit der Aktivitas dagegen) 3. B.V.Mittel- und Niederschlesien 12 : 10 Gegen Ringbildung: 1. V. J. St. Maccabaea-Königsberg einstimmig. 2. V. J. S-. Maccabaea-Berlin einstimmig (34 : 0). 3. Ruder-V. J. St-Berlin einstimmig. 4. Sport-V. J. St.-Berlin einstimmig 5. V. J. St. Hechawer-Berlin einstimmig. 6. V. J. St. Kadimah Bonn 25 : 0 (4 Enthaltungen). 7. V.J.St. Cöln 18 : 1. 8. V. J. st. Hasmonaea-Berlin 25 : 6. 9. V. J. St. Kadimah-Hamburg und B. V. Hamburg 23 : 2 (X Enthaltung). 10. V.}.St. Saronia-Frankfurt a. M. 32 : 6 (8 Enthaltungen). 11. V.J.St. Hatikwah-Würzburg 12 : 7. 12. V.J.St. Ivria-Heidelberg A.C. 12 : 9, B.C.II : 7. 13. V.J. St. Jordania-München. 14. V. J. St. Bar Kochba-Göttingen. 15. V.J. St. Ivria-Freiburg.