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Der jüdische Student · 1919-11-01 · Heft 7 (November 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 7 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Vom Präsidium 15 Eure Antwort eingegangen, daß Euer Antrittskonvent am 11. ds, Mts. stattfindet. -Wir haben Euch am 30. 9. mitgeteilt, daß zu diesem Termin kein Mitglied des Präsidiums nach Breslau kommen kann. Die von uns angeführten Gründe sind, wie Ihr ersehen habt, triftig genug. Es wird Euch vielleicht bekannt sein, daß die Mitglieder des Präsidiums auch außerhalb ihrer Tätigkeit im Präsidium einigermaßen stark in Anspruch genommen sind. Auch andere Mitglieder, als die Euch genannten, kommen für den von Euch genannten Termin nicht in Frage. Wir bitten Euch daher, den Termin vom 11. ds. Mts. zu verlegen. Die Vereinbarung eines Termins besteht nicht darin, daß der eine Teil einseitig eine Festsetzung trifft, ohne Rücksicht darauf, ob der andere erscheinen kann oder nicht. Auch wir haben Euch, wenn wir Euch bestimmte Vorschläge machten, immer angefragt, ob Ihr einverstanden seid. Es wäre selbstverständlich gewesen, daß Ihr ebenso handeltet und nicht mit einer kurzen Frist, die noch dazu in keinem Verhältnis zu unserer sonstigen starken Beschäftigung steht, einseitig einen Termin festsetzt. Wir müssen darum bitten, daß Ihr auch einigermaßen Rücksicht auf uns nehmt. Die Gründe gegen die Vertagung der Angelegenheit auf kurze Zeit können wir* nicht als stichhaltig anerkennen. Die Verbindungsarbeit kann in vollem Umfange aufgenommen werden, entweder unter der Leitung des Ferien C.-C. oder auch während eines neuen C.-C, der äußerstenfalls, falls «s notwendig sein würde, nach einer seinem Sinne nicht entsprechenden Entscheidung der Ringfrage dechargieren könnte. Die Abwesenheit der zur Erstchargiertenkonferenz nach Berlin fahrenden Bundesbrüder wäre an sich zwajr bedauerlich, aber wohl nicht so erheblich, wie die Unmöglichkeit unseres Erscheinens. Ueberdies sind aber auch die in Frage kommenden Präsidiumsmitglieder zu der Erstchargiertentagung in Berlin, so daß also auch die von Euch zu entsendenden Bundesbrüder noch rechtzeitig dazu eintreffen werden, auch wenn sie dem Konvent über die Ringbildung beiwohnen. Die Teilnahme der Berliner Bundesbrüder auf dem Konvent würden wir außerordentlich begrüßen. Wir nehmen jedoch an, daß es auch Eurem Interesse entspricht, wenn sie gleichzeitig mit uns anwesend sind, so daß wirklich eine zweiseitige und darum richtig informierende Diskussion zustande kommen kann. Ihr werdet die Berliner Bundesbrüder zweifellos noch abbestellen können. Wir sind davon überzeugt, daß sie auch zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen werden, abgesehen davon halten wir es nicht für angängig, daß Ihr Euch bei der Vereinbarung des Termins nach allen anderen Instanzen eher als nach uns richtet. Ihr hättet, wie wir schon oben andeuteten, zunächst mit uns in Verbindung treten können. Alle Folgen dieser Unterlassung werdet Ihr zu tragen haben. Das bezieht sich insbesondere auch auf die Benachrichtigung von auswärtigen Bundesbrüdern. Aber wir glauben, daß Ihr auch diese — uns liegt gleichfalls sehr viel daran, daß sie äußerst zahlreich der Besprechung beiwohnen — bei einigermaßen gutem Rillen umbestellen könnt. Nachdem wir, im Vertrauen auf Eure Erklärung, daß zu Beginn des Semesters die von uns gewünschte Besprechung stattfinden würde, mehrere Monate gewartet haben, trotzdem unserer Ansicht nach das Interesse des Kartells schwer leiden mußte, nachdem wir aus demselben Grunde selbst jeden Schritt unterlassen haben, um dort einen Konvent herbeizuführen, müßten wir es als im höchsten Grade illoyal empfinden, wenn Ihr durch Euer Verhalten diese Besprechung nunmehr unmöglich macht. Ihr müßtet selbst ein Interesse daran haben, beim Kartell den Eindruck zu vermeiden, als ob Ihr dieser Auseinandersetzung mit uns aus dem Wege gehen wollt. Dieser Eindruck könnte um so eher entstehen, als Ihr, trotzdem bereits die Majorität in Breslau für Ringbildung eintritt, Euch auch bei Festsetzung dieses Termins nur nach den Bundesbrüdern richten wollt, die ebenfalls für Ringbildung eintreten, als nach uns, die wir Euch Gelegenheit geben wollen, einmal die. Gegengründe Timfassend zu würdigen. Im übrigen .können wir Euch wohl ins Gedächtnis zurückrufen, daß wir, als oberste

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