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Der jüdische Student · 1919-11-01 · Heft 7 (November 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 7 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Vom Präsidium schafft und daß wesentlich nur das wahrhafte Streifen und nicht die Form ist. Wenn wir, so schwer es dem einen oder anderen in der Praxis auch fallen wird, wirklich Vertrauen und Demut haben werden unseren Bundesbrüdern sowohl als auch unserem Streben und der schwer errungenen Form gegenüber, dann werden wir all das ablegen, was an uns zweifellos störend ist und was wir erkennend zum Teil »schon ablegten- Dann aber muß es möglich sein, zusammen zu leben, wfenn dieses Leben jüdische Arbeit bedeutet. Daß diejenigen Alten Herren, die nur zu wichtigen Konventen herangeschleift werden, dann anderer Meinung sein werden und mit uns nicht zusammen , leben" könnfen, ist wohl bedauerlich, aber .verständlich und nur durch größere Konsequenz solcher Alten Herren zu ändern. , Merkliche Verschiedenheiten hat es im Kartell immer gegeben und wird es bald auch in Ringen geben, wenn dort Arbeit geleistet werden soll. Aber arbeitende Verbindungen (wie Königsberg) zeigen, daß sie kein Grund zu Trennungen sind, und nur wo verschiedene Menschen mit verschiedenen jüdischen Energien aufeinander wirken, da kann die nationale Tat geboten werden, die uns heute so sehr fehlt und die vielleicht Erlösung bedeuten kann. Eine Tat aber steht nicht im Anfang, sondern gleicht der Qeburt; wo Samen befruchtet werden da entsteht sie allmählich reifend, oft keinem sichtbar, aber dann, wenn sie einmal ist, alles ergreifend und wahrhaft einend. Machen wir uns diesen nationalen Gesichtspunkt zu eigen und beginnen wir es, uns wesenhaft klar zu machen, daß wir ein Volk sind, dann wird unser Kartell die Entwicklung nehmen, die dem jüdischen Volk die fruchtbringendste ist. Königsberg!. Pr. Isaak Broczyner VOM PRÄSIDIUM Zur Ringbildungsaktion Aus dem weiteren Verlauf der Ringbewegung sind die folgenden Vorgänge von Wichtigkeit: ö Unsere unmittelbar nach Beginn der Ringbildungsaktion, im August, mehrfach vorgenommenen Versuche, eine unmittelbare Aussprache von Mitgliedern des Präsidiums mit den Bundesbrüdern aus der ,.Z e p Iii r a h" herbeizuführen, schlössen zunächst damit ab, daß uns vom Erstchargierten der Zephirah zugesagt wurde, ein dieser Aussprache gewidmeter Konvent w erde zu Beginn des Wintersemesters nach Rückkehr der Aktivitas anberaumt werden. Als wir bis Anfang September von dem Konvent nichts mehr gehört hatten, fragten wir am 8. September an, wann der Konvent stattfinden würde. Am 16. September erinnerten wir an Beantwortung dieses Briefes, die bis dahin nicht erfolgt war. Am 23. September schrieben wir folgenden Eilbrief: » „Unsere neuerdings wiederholten Bitten, den Konvent übei die Frage der Ringbildung uns möglichst bald mitzuteilen, sind bisher nicht beantwortet worden. Wir bitten Euch wiederholt dringend um schleunige Erledigung. Wenn wir nicht in allernächster Zeit Eure Nachricht erhalten, werden der Reise von Präsidialmitgliedern nach Breslau möglicherweise sehr erhebliche Schwierigkeiten entgegentreten. Abgesehen von der sachlichen Erledigung, besteht auch ein dringendes Interesse daran, daß die Ehrenräte gegen Rosenbaum sobald als irgend möglich durchgeführt werden. Wir hoffen also, daß wir nunmehr postwendend Euren Bescheid (am besten durch Eilboten) erhalten."

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