Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1919-10-01 · Heft 6 (Oktober 1919) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 6 (Oktober 1919)
Date
1919-10-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3537599-3537737-3537743--4677-3542433
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

252 Die Ringbildung bindungen. Die Anhänger der Ringbildung haben z. B. als Korporationen, in denen die starken Zwistigkeiten und der Verlauf des Semesters ihre Argumentationen zu stützen geeignet seien, Frankfurt, Göttingen, Bonn, München bezeichnet. Andererseits wird merkwürdigerweise von den Ring- . anhängern betont, daß z. B. Bonn nicht für die Ringbildung sei, weil dort alle Bundesbrüder gleicher Ansicht seien, daher Meinungsverschiedenheiten nicht vorkämen, während nach unseren Informationen in diesen Verbindungen die Bundesbrüder aus zionistischem Pflichtgefühl und guter K, J. V.- er - Erziehung unter guter Leitung imstande waren, den Boden für gemeinsame Arbeit zu finden. Wir wissen dabei, daß auch in der besten Verbindung immer Einzelne selbst nach einem guten Semester unzufrieden und kritisch sein werden. Die Keilergebnisse sind in der oben angegebenen Uebersicht nicht berücksichtigt. Sie sind in der jetzt erscheinenden Nummer des J. St. zusammengestellt. Eine Nachricht, daß die Qualität der erstsemestrigen Füxe schlecht sei und daher das zahlenmäßige Ergebnis nicht als Maßstab für die wirklichen Erfolge dienen könne, liegt bisher nur von der Zephirah-Breslau vor. Wir bitten, Eure Berichte auch auf diesen — beinahe wichtigsten — Punkt zu erstrecken. Wir bitten Euch, Eure Antworten recht bald zu geben; das Präsidium kann nur arbeiten, wenn es über den Stand des Kartells den Tatsachen entsprechend unterrichtet ist. Das Präsidium des K. J. V. gez. Kurt Blumenfeld. Unsere bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß unsere Aus* führungen durchaus vorsichtig, keineswegs optimistisch gefärbt waren. Namentlich hatten sich Glaser und Freundlich auf Göttingen und Bonn berufen. Die Richtigkeit dieser Behauptungen ergibt sich aus den folgenden Briefen. J.-Nr. 2302. * Berlin. Aut Euer Rundschreiben, in dem Ihr von den Erstchargierten des. vorigen Semesters einen wahrheitsgetreuen Bericht .und ein Urteil über das vergangene Semester verlangt, antworte ich Euch. Das Präsidiumsmitglied Arthur Stein hat durch seine Teilnahme an der Bezirksverbandstagung Hannover Gelegenheit gehabt, das Urteil einer großen Reihe älterer und jüngerer Burschen über das letzte Semester in Göttingen zu hören. Es herrscht mit etwa einer Ausnahme (Bbr. Lewien; Einstimmigkeit darüber, daß trotz anfänglicher, etwa bis Pfingsten dauernder Schwierigkeiten, die hier nicht aufpersönlichen, sondern tendenziösen, d. h. disziplinaren Gegensätzen beruhen, das Semester unzweifelhaft als gut auszusehen ist. Die geleistete jüdische Arbeit ist für eine Provinzkorporation durchaus befriedigend, die Fuxenstunden waren „sogar recht gut, und die Bundesbrüderlichkeit, besonders unter der AktivitaSj annähernd vorbildlich. Die Zahl der Aktivmeldungen hätte unbedingt wesentlich größer sein können, wenn die anfänglichen Reibungen und Auseinandersetzungen unterblieben wären. Die Erfolge des K. C. sind nicht größer als unsere; der K. C. hat 7 Aktivmeldungen, wir 5 und 2 O. V. G. Die Qualität unserer Füxe. ist im allgemeinen recht gut; ihre zionistische Interessiertheit sowie ihre menschliche Bewertung unzweifelhaft nicht hinter dem Gewohnten zurückstehend. Die Erziehungsresultate der gesamten Fuxenkorona sind ebenfalls gut. Ein Beweis hierfür ist die außerordentlich lebhafte und günstige Betätigung der Göttinger jüngeren Bundesbrüder während der Ferien in Hamburg, wo sie den außerordentlich schlaffen Korporationsbetrieb völlig umgestürzt haben. In den beiden vergangenen Semestern haben wir in Göttingen 21 Aktivmeldungen gehabt, davon 2 Austritte. Die von Arthur Stein auf der Bezirksverbandstagung vorgebrachte Aeußerung eines Bundesbruders vom

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.