Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 5 (August 1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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200 Vom PräsidiiMti; die der seit dem Kartelltag zurückgelegte Weg des Kartells eröffnet? Sie verlangt die Entwicklung von Tendenzkorporationen über das ganze Kartell, unabhängig von örtlichen Zufälligkeiten, Welches sind die Tendenzen, welche die Verschiedenheit der Ringe bestimmen sollen? Welches sind die Unterschiede der Anschauungen, die das einheitliche Erziehungsziel des K. J. V. zerstören und an seine Stelle eine Reihe von lebensunfähigen, zum notwendigem Kampf gegeneinander verurteilten Gruppen setzen sollen? Das K. J.V. hat heute die Möglichkeit, der stärkste Teil der jüdischen Jugendbewegung in Deutschland zu werden. Geht die begonnene Entwicklung weiter, so werden bald überall K. J. V.-er tätig beteiligt sein, Gedanken und Bewegung der Jugend werden im Geiste des K. J.-V. gestaltet werden und so sein Leben erfüllen. Diese Entwicklung kann noch immer abgeschnitten werden, wenn mangelnde Kenntnis der Tatsachen Veranlassung zu aussichtslosen Vorschlägen und unfrendiger Teilnahmslosigkeit gibt. Wir fordern die Verbindungen auf, ihre Arbeit im Geiste des einheitlichen, zum Leben bestimmten K, J.V. fortzusetzen! 13. AugUSt Das Präsidium Briefwechsel betr. Studenten-Parlament an den Universitäten 1. Rundschreiben des Präsidiums vom 22. Juli an alle Verbindungen und Stammtische ~~ Für euer Verhalten bei den Wahlen zu den- Studentenparlamenten gebeit; wir euch folgende Richtlinien: 1. «Nach den an verschiedenen Orten gemachten Erfahrungen können wir an ein Zusammengehen mit dem K- C. nicht mehr denken. Ein solches hat bisher überall nur dazu geführt, daß uns der K. C. schließlich in derr Rücken fiel. Ein Zusammengehen mit dem B. J. A. bei den'Wahlen ist dagegen nicht prinzipiell abzulehnen. (Ueber unsere sonstige Stellung zum B. J. A. folgt ein besonderes Rundschreiben.) 2. Es sind grundsätzlich eigene Listen aufzustellen. Sollte dies aus. irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, so ist Wahlenthaltung zu üben. 3 Eine Beteiligung an den Wahlen ist grundsätzlich erwünscht, selbst dann, wenn keine Aussicht besteht, einen unserer Kandidaten' durchzubrinsen. Auch in diesem Falle ist eine Wahlbewegung zu machen, weil eine solche gut zur Propaganda ausgenutzt werden kann. Sie bietet Gelegenheit, manchen jüdischen Studenten mit unseren Ideen bekannt zu machen, ansen wir sonst nicht herangekommen wären. 4. Ueber eure Tätigkeit bei den Wahlen: zu den Studentenparlament ten bitten wir euch,, zu berichten^