Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 4 (Juni 1919)
- Date
- 1919-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3537599-3537737-3537741--4578-3542332- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vom Präsidium 155 Aus den Protokollen 7. PräsidiumssEtzung, 24. April 1919 Weißenberg berichtet über die Möglichkeiten in der Jugendarbeit im Bar-Kochba. Es bestehen bereits mehrere Jugendabteilungen mit einer (jesamtzahl von mehr als 200 Mitgliedern, die sich leicht stark steigern ließe. Für die Erziehungsarbeit wird jedoch wenig getan, so daß die eigentliche Arbeit erst beginnen muß. Hierzu ist. die Mitarbeit einer Anzahl zu Führern; geeigneter Leute und vor allem die Beschaffung eines Sportplatzes nötig,, auf dem sich ein regelmäßiger, die Mitglieder der Jugendorganisationen ausreichend beschäftigender Betrieb einrichten läßt. Das Ressort für Turnen und Sport soll sich um die Beschaffung des Sportplatzes kümmern und gemeinsam mit dem Sport-V. J. St. die Jugendarbeit in der Turnerschaft in Angriff nehmen. Blumenfeld stellt in Aussicht, daß die zionistische Organisation für den Sportplatz einen Betrag von 10 000 Mk. — von denen 6000 Mk. bereits früher zugesagt worden sind — aufbringen wird. Etwa vier wöchentlich sollen gemeinsame Abende des K. J. V- Berlin stattfinden, an denen zunächst Blumenfeld über die Entwicklung d?s K.J. V. sprechen wird, ferner soll ein Palästina-Abend stattfinden. Außer- .dem wird ein Kursus über die Geschichte des K.J. V. abgehalten, der für die Aktivitas des K. J. V. Berlin offiziell ist. Zunächst s 11 am 7. Mat Zlocisti über die Giündungszeit des V.J. St. sprechen. Ferner werden zweimal im Semester gemeinsame Fuxenstunden in Aussicht genommen, in denen Mitglieder des Präsidiums über die Grundlagen des Verbindungslebens, referieren sollen. Es werden Veranstaltungen für ein größeres Publikum geplant, die auch für die Aufbesserung der Finanzen nutzbar gemacht werden sollen (Vorträge, Konzerte und dergü, insbesondere soll ein jüdischer Volksliederabend mit Gollanin vorbereitet werden. Die Arbeit von H o 1 d h e i m und P r e u ß über die „Theoretischer* Grundlagen des Zionismus" soll nach Prüfung durch die Redaktionskommission vom Kartell herausgegeben und honoriert werden. Es wird erwogen, vom Kartell aus eine eigene Verlagstätigkeit zu beginnen. Hierzu soll Zamory in der nächsten Sitzung Vorschläge machen. An der neuen Universität Hamburg soll eine Verbindung gegründet werden, die sich besonders sportlich betätigen will. Hierzu wird von den Hamburger Bundesbrüdern die Genehmigung erbeten. Die Genehmigung wird erteilt. Von Münster werden stärkere Ueberweisungen verlangt, da sonst damit gerechnet werden müsse, daß die dort gegründete Verbindung nicht zu halten sei; da für stärkere Ueberweisungen nach Münster nicht genügend Bundesbrüder zur Verfügung stehen, soll, falls die Verbindung mit den in Münster anwesenden Bundesbrüdern nicht aufrecht erhalten werden kann, die Korporation als Stammtisch weitergeführt werden. Auf einen Vorschlag, eine Verbindung in Hannover zu begründen, wird beschlossen, aus Mangel an geeigneten Bundesbrüdern von einer Gründung bis auf weiteres abzusehen.