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Der jüdische Student · 1919-05-01 · Heft 2 (Mai 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 2 (Mai 1919)
Date
1919-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Afcßer, Neuorganisation der Altherrenschaft 49 lichkeiten gegeben hat, bei denen die Alt-Herrenschaft lies K. J. V. durch geschlossenes Auftreten nach außen dem Kartell- Gedanken und dem Zionismus die wertvollsten Dienste hätte leisten können, und daß auch in Zukunft solche Notwendigkeiten vorhanden sein werden. Aber — uiii einen Einwand vorweg zu nehmen, — ebensowenig wie im Kartell selbst kann es Zweck des A. H. V. innerhalb der zionistischen Bewegung sein, als Fraktion mit eigener Marschroute aufzutreten. Diese Gefahr besteht auch gar nicht, denn nicht wollen und können wir durch geschlossenes Auftreten irgend eine Institution oder Person innerhalb des Zionismus stützen öder bekämpfen, nicht irgendeine parteipolitische Richtung geschlossen vertreten, sondern nur in unzweifelhaft geklärten und einigen Fragen wollen wir, wenn es möglich ist, und in Uebereinstimmung mit den Parteiinstanzen, geschlossen auftreten. Ich denke z. B. an die Propaganda unter Akademikern, die der A. H. V. der zionistischen Vereinigung abnehmen könnte, an die Arbeit für den Kongreß, in der wir neben den dazu gebildeten Ausschüssen geschlossen vor die jüdische Oeffentlichkeit treten können. Ich bin z. B. der Meinung, daß unter den Körperschaften, die sich für die jüdische Kongreß-Idee einsetzen, und die Auf rufe unterzeichnen, neben der zionistischen Vereinigung und neben den orthodoxen und anderen Verbänden die Alt-Herrenschaft des einzigen national-jüdischen Studenten-Verbandes Deutschlands nicht fehlen dürfte. Und so bin ich bereits mitten in den zweiten Teil meines Referates hineingeraten, der die Arbeits-Möglichkeiten und Arbeitsmethoden des A. H.V. betrifft. Das Arbeitsgebiet wird zu umfassen haben die Palästinaarbeit, die Golusarbeit und die Arbeit an unserer eigenen Gemeinschaft. Unter der Palästinaarbeit des A. H. V. verstehe ich alles das, was die Ält-Herrenschaft als Gesamtheit in Deutschland für den Aufbau von Erez Israel tun kann. Es läßt sich mit einem Wort sagen: Förderung jedes ernsthaften Uebersiedlungswillens mit allen Mitteln. Die Frage der Uebersiedlungsform und die theoretische Stellungnahme zu der Art des Aufbaues Palästinas hätte dabei meines Erachtens für den A.H.V. zunächst auszuschalten. Jeder Einzelne oder jede Gruppe, die nicht hur davon reden, sondern in irgend/einer Form die Uebersiedlung verwirklichen, bedürfte unserer Unterstützung. Es käme in Frage, in unserem eigenen Kreise eine Hechaluzbewegung zu organisieren oder eine Uebersiedlungsgemeinschaft nach Art der von A. H. Perlis und anderen angestrebten, oder eine Auswanderungsgruppe nach Art der Ruppinschen Vorschläge mit dem Ziele, eine K. J. V.-er-KoIonie zu schaffen. Dem Einzelnen sollte der A. H. V. die Wege der Uebersiedlung zu ebnen:

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