Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 1 (April 1919)
- Date
- 1919-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Die Unterordnung in Ueberweisungsangelegenneiten ist ein Gradmesser für unsere zionistische Disziplin. Das Ueberweisungsressort SalliHirsch Bertold Cohn Auszüge aus den Protokollen 1. Sitzung, 22. Februar 1919 1. Vor der Konstituierung des Präsidiums macht Blumen feldJ von folgender Tatsache Mitteilung: Bbr. Periis hat nach Rücksprache mit einigen Bundesbrüdern ans dem Zwirn sehen Freundeskreise mitgeteSb, daß Zwirn und seine Freunde zum Eintritt ins Präsidium bereit waren, weunr Löwenstein aus dem Präsidium ausscheidet und Erich Cohn die Redaktion* niederlegt. B } u m e n f e 1 d bittet die Präsidiumsmitglieder, sich zu diesen Vorschi i- _gcn der Zwirnschen Gruppe zu äußern. Er teilt gleichzeiifig mit, daß sowohl er als auch Büeski mit Ascher längere Unterredungen hatten, um sie zu bewegen, ohne die erwähnten Bedingungen im Präsidium, mitzuarbeiten; sämtliche Versuche seien aber völlig erfolglos gewesen. . Arthur Stein erklärt, daß das Ziel, ein Koalitionspräsiditini zu schaffen, jedenfalls nicht erreicht worden sei. Ein Majoritätsbiock, wie er im Augenblick bestehe, der von den im Kartell vorhandenen ,<Unei Gruppen zwei umfasse, könne nicht genügen. Während die Wahl Blumenteids unter größter Aufmerksamkeit des Kartelltages vorgenommen worden sei, seien bei der Wahl der übrigen Präsidiummitglieder zahlreiche Mißverständnisse nuterlauten und diese Wahl sei in später Nachtstunde und unter großer Teilnahmslosigkeit des Kartelltags vorgenommtn w oralen. Löwen- -stein und Erich Cohn müßten dem Kartell und der Aufrechtechaltung der Einheit das Opfer bringen und aus dem Präsidium, ausscheiden. Erich Cohn erklärt, daß er sich eingehend bemüht habe, festzustellen, welches die Gründe sind, die die Aversion gegen ihn verursacfcft haben. Er hat Kien Eindruck gewonnen, daß nicht sachliche Grunde gegan seine Redaktionsführung, sondern in der Hauptsache rein persönl'che Abneigung gegen ihn bei Zwirn die Veranlassung zu der Mißstimmung sei. Smoira hält es für "angebracht, noch einmal zu versiahen, Zwirn und seine Freunde zum Eintritt zu veranlassen, ohne aber €tem Opfer zuzustimmen, das sie für ihren Eintritt verlangen. Salli Hirsch vertritt denselben Standpunkt, auch er M nicht der Meinung, daß Löwenstein und Erich Cohn der gestellten Forderung entsprechen sollen. Er legt insbesondere auf die Mitarbeit von Ascher und Kirschner im Präsidium Wert. BlumienFeld stellt noch einmal dar, wie die Verhanüungen auf dem Kartclltag gewesen sind; wie Zwirn und seine Freunde ursprünglich sowohl den Vorstand der Altherrenschaft als auch das Präsidium allein mit ihren Freunden besetzen wollten und wie später, als sich dies als* unmöglich herausstellte, sie es abgelehnt hiben, die von der Gegenseite präsentierten Kandidaten zu akzeptieren. Sie haben auch aul der Tagung des Kartelltags sofort nach Blumenfelds Wahl ihre Mitarbeit abgelehnt, .ehe die Liste der übrigen Präsidiumsmitglieder zur Verlesung gelangt war. Er hält Erich Cohn als Redakteur des J.St für unersetzlich, ebenso .sei die Arbeitskraft von '"Löwenstein nicht zu entbehren, zumal sein Ausschfiden -aus dem Präsidiinn für viele jüngere Bundesbrüder, die auf dein Ka'tJHag ihre