Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 1 (April 1919)
- Date
- 1919-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Infolge der Kriegsverhältnisse sind viele jüngere Bundesbrüder mit dem Keilbetrieb nicht vertraut, auch nicht mit den technischen Arbeiten- .Verschaffung von Listen, Veranstaltung- -von Keilreisen und -kneipen, pünktliche Keilarbeit bei den Immatrikulationsakteti usw.). Ich richte an alle älteren Bjndesbrüder die Bitte, die Aktiven eindringlichst über alles zu instruieren. Wenn die Aktiven erst ein Semester die ganze Arbeit mitgemacht haben, werden sie sich% selbständig weiter helien. Sobald ein Bimdesbru.der erfährt, daß ein Keilfu.v in die Universitätsstadt geht, muß die? soiort 'möglichst mit Ankunftszeit) dem Präsidium und der Verbindung gemeldet werden. Ich mache Euch darauf aufmerksam, daß in den versandten Formal «ren auch nach jüngeren Schülern und Nichtakademikern gelragt wird. Wir »nüssen mit der Bearbeitung möglichst früh anfangen, Jugend- und Schü- Icrabteüungen errichten und endlich auch das Material z.um Anwerben von Nichtakademikern sammeln, das den zuständigen Stellen übergeben werden soll, von denen dann eine gleiche Unterstützung unserer Propaganda zu erwarten ist. Bei der Kürze der .zur Verfügung stehenden Zeit muß jedoch in den nächsten Wochen die Bearbeitung aul die Abiturienten und Studenten jüngeren Semesters konzentriert werden. * A'rthur Stein Ueberweisussgeti Vorbedingung aller unserer Arbeit ist die geregelte und planmäßige Verteilung unserer Bundesbrüder auf die Korporationen. Nur wenn wir überall Bundesbrüder haben, die zur Uebernahme von Aemtern, zur Erteilungvon Unterricht, zur Leitung der körperlichen Ausbildnng und zur Keiltätigkeit geeignet sind, können wir Erfolge erzielen. Darum ist es eine der wichtigsten K. J. V.-er-Pflichten, sich den Ueberweisungsan Ordnungen des Präsidiums zu fügen. Sache des Präsiums ist es, einen Ausgleich zwischen den berechtigen Wünschen des Einzelnen und dem Kartellinteresse zu schaffen. Von jedem Bundesbruder muß unbedingt verlangt werden: Zurückstellung rein persönlicher Neigungen und Wünsche und Gehorsam gegenüber den Anordnungen desPräsidiums. Nach übereinstimmendem Beschluß des Keil- und Ueberweisungsressorts sollen bei den Ueberweisungen des Sommersemesters folgende Verbindungen berücksichtigt werden: F r e i b u r g, Heidelberg, München, Münster, Leipzig und Würzburg. Wir fordein die ihren Süidicnort wechselnden Bundesbrüder auf, sich für diese Verbindungen zur Verfügung zu stellen. Starke Korporationen müssen auf ihre entbehrlichen Aktiven in dem Sinne einwirken, daß sie diese Orte aufsuchen. Zur Vorbereitung des kommenden Semesters ist infoige der Wohnungsnot Bereitstellung möglichst vieler Zimmer in den Sommeruniversitäten unbedingt erforderlich. Auch die Keilarbeit wird hierdurch gefördert werden.