Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 1 (April 1919)
- Date
- 1919-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/3537599-3537737-3537738--4445-3542196- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
27 Kcitox Levi in Neustadt kann nicht gefunden werden, tu es r.i liuitschland über 30 Orte mit dem Namen Neustadt gibt; sogar die Bezeichiun* Neustadt a. d. Saale ist wertlos, da auch mit dieser Bezeichnung nock ein Iialbes Dutzend Orte zur Auswahl steht. Eine erhebliche F.rleßhterung würde es bedeuten, wenn die Bundesbrüder ihre eigenen Aduesseu nicht nur auf den Umschlag, sondern auch auf den Kopf ihres Schruben« setzen. Im allgemeinen schreibe« die Bezirksverbände -~ die vi» l-^el i;terK n Alien: Herren! -'- schnell und klar* während die »Verbindungen t«iK gar njehi, teils ungenau antworten. Ich mache darauf vu? iKtk>:ini, duiV ich Jeden zur Verantwortung ziehen werde, der schlecht oder unvillii; arbeitet. Ich werde mich auch nicht scheuen, solche BundesLrüder oder Organisationen im J. St. an den Pranger zu stellen. Ich hoffe aber, daiv es nicht nötig sein wird und wir in Eintracht Erfolge errreiclien wcadeiw. Es kann sich kaum jemand vorstellen, unter welchen Schwierigsten ich die Vorbereitungen für die kommende Keilperiode durchgesetzt "hibe. Streiks der Druckereien und Verkehrsmittel, die furchtbaren Berliner Verhältnisse drohten immer von neuem die Vorarbeiten um Wochen zu verschieben und wertlos zu machen Nur dadurch, daß ein Teil der AkVwit^s des Roder-V. J. St. jedesmal einsprang und auch die kleinsten technischen Besorgungen erledigte, war die Arbeit durchzurühren, der natürlich, weil sie übereilt gemacht werden muffte und weil sie erst einen Anfang darstellt, viele Mängel anhatten. Ich bin überzeugt, daß unsere Ansehengu.igen belohnt werden, indem die keilenden BundesbrüJer gleiche Ener^iranwenden. Seid opferwillig, großzügig und arbeitsfroh, und wir weiden mindestens 30t» Füxe bis Mai bekommen! Der zionistische Sieg muß unstrer Sache einen mächtigen Autschwung geben. Die Rundschreiben enthalten auch Hinweise auf die Orgauisiean» der Bundesbrüder im Falle von Verkehrsnet oder anderen RevoiutknsschWidrigkeiten. Wir dürfen nicht durch jeden Rutsch in wichtigen Teilen des Kartells oder gar im ganzen Kartell die Aktionskrart verlieren, wie wir sie citreh den Ausbruch des Krieges verloren hatten. Diejenigen Allen Herren, Inaktiven oaer nicht an den Verbindut^sorten weilenden Aktiven, welche Rundschreiben oder Anlagen n'cht erhalten haben, wollen dies sofort beim Präsidium melden. fch bitte ferner, mit Anregungen aller Art nicht bis zur Gcneaafde"batte des nächsten Kartelltagcs zu warten, sondern sie mir i n \V±ge der Post umgehend zukommen zu lassen. Ai!e Bundesbrüder, die sich in Württemberg oder in der Rheinptdz dauernd oder vorübergehend aufhalten, wollen sich bei mir melden, da wir dort niemanden haben, der die Keilarbeit macht. , Es ist außerordentlich wichtig, dafr die Aktiven ihre t'niversititestadt möglichst früh, mindestens aber ein bis zwei Wochen vor Beginn ihs Semesters aufsuchen. Wenn, wie es früher häufig geschah, die Aktiven in aen ersten zwei Wochen des Semesters gemächlich erscheinen, wird wöhnlidt bei den ersten Immatrikulationen überhaupt nicht gekeilt. .35s dann dar Verblödung sich konstituiert und die Bundesbrädei einanikr kennen fernen, vergehen weitere Wochen. Die für die Keilerüiige md den Sdfvvmr; \rbeil entscheidende Zeit der ersten vier Wochen igt -dann vorbei, hevoi die Verbindung aktionsfähig wird. Die Vcruiaduugtfi müssen bei Schluß dieses Semesters ebenso wie die .Ferie«chargierten alle MaSoahmen ergreiten, damit die Verbindung für das nächste Semesfcr sich rmnäcstcris eine Woche vor Beginn konstituieren kann.