Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 1 (April 1919)
- Date
- 1919-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Vom Präsidium 25 tätigungsfeld im traditionellen Sinne hätten. Aber außerhalb des ' X J. V. liegt diese Notwendigkeit. Der iMisradii ringt der Orthodoxie immer mehr Land ab; durch die Tätigkeit von Bisrtchi>tcrr in der Agudah ist es so weit gekommen!, daß diese die Patlistirnarbeit in ihr Programm auf nehmen mußte. W e n n das P r ä s i d ju m nicht blind, ist für d «e Zeichen der Zeit, m u ß es du \i e r u e n dafür interessierten Bundesbrüdern den A u ü 11* a g *g e - b e n, sotor t eine Korporation, d ie auf dem B^den dtr Tradition steht, ins Leben zu rufen. Denn siönst gesell i e b t es meines Erachtens noch in diesem Jahre außerhalb des K. J. V. Die Zeit ist reif dazu. 'Die Sbiingnngen iür eine solche Korporation bei uns sind durch den letzten KarteHtag gegeben. Das' K. J.V. würde eine historische Schuld auf sich luden» wollte es diesen jüdischen Akademikern» die der Orthodoxie absprangen werben, nicht den Weg zeigen, den sie zu gehen haben. Die Werbearbeit in den orthodoxen Kreisen tat für uns der misrachistiseht* Gedanke. Die weitere Erziehung an diesen Menschen müssen wir leisten. Ibas K.J.Y, muß für diese die Sehnsuchtsstätte werden, wo sie ihr neues rämistisches Lebcnsprogramm betätigen können. Nur" so können wir audi dem Unwesen steuern, daß Bundesbrüder, wie. es neulich in einem Artikel zu lesen war, in der Agudah organisiert sind. Es bleibt eine Zwiespältigkeit in der Gesinnung, wenn ein Zionist jüdische Arbeit leistet auf «fem Boden der Agudah, sei es auch mar aus propagandistischen Gründe»! An der Plorte des K. J. V. muß die Entscheidungsfrage stehen, eaövveder der Schwur aul das jüdische Volk oder das konfessionelle Bekessitni^ zum Gesetz einer Religionsgemeinschaft. Den aus der Orthodoxie kommenden Zionisten muß die Alternative klarer werden. Zu diesen Zwecke müssen wir ein inniges Bekanntwerden der Misrachistcn mit dfer ganzen Struktur -des zionistischen K. J. V.-er-Lebens herbeiiühren. Andererseits müssen wir auch die Güter der Tradition schützen- Wir wdlen keine Verbindung von Theologen schaffen, keine Verbindung schaffen, die irgend einen Gewissenszwang auf ihre Angehörigen ausübt, sondern hier soll eine Stätte errichtet werden, wo die traditionellen und religiösen Kriite des Judentums ihre Förderung erfahren, damit sie bem Aufbau des geistigen Lebens in Palästina wirksam gemacht werden feinen, ^damit der »Zionist, der aus seinem Elternhaus eine Fülle tierar jüdischer Geiühls-" und Gedankenwerte mitbringt, nicht glaubt, er müsse sie erst in sich ausrotten, um ein Führer der jüdischen Jugend werden m können. VOM PRÄSIDIUM Die Organisierung der Keüarbeai Viereinhalb Jahre lang ist es unterlassen worden, die Keluabeit systematisch zu betreiben. Es gilt nunmehr, die Bundesbrüder mit asser Arbeit vertraut zu machen und die Arbeit zu organisieren. Ich .habe das Keilressort im Zustande völliger Unordnung uwgefunden. Ich kann deshalb für die Bearbeitung' der vor dem Kartelltag trtd während des Kartclitages eingegangenen Korrespondenz keine Verantwortung über nehmen. VCVun infolge dieses ZuStandes unnötig scheinende Anfragen,