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Der jüdische Student · 1919-04-01 · Heft 1 (April 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 1 (April 1919)
Date
1919-04-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Lt'pscbirz, Die Erneuerung des Kartells 19 Realien müssen unseren jungen Bundesbrüdern zunächst gegeben werden. Auch wird unsere Einstellung auf I>aiästPi i c^> criotderldi machen, dar» Palästinakursen und dem hebräischen Sprachunterricht nidisr Raum gewährt wird, als es bisher geschah. Es wird auch weiter «Utende Keihrbdt geleistet werden müssen.' Aber auch dies muß betont weidet: all ans genügt nicht, um uns den als notwendig erkannten Zavimuiinhaug mit dem jüdischen Volksgan/cn zu vermitteln, um den Ein/einen die Einheit .des jüdischen Volkes erleben zu lassen. I nJ die Erkenntnis dieser Notwendigkeit ist es, die jetzt im, Kartell ihren Ausdrud*. gefunden hat: durch die Gründung der Blan-Weiß-Korporalimeu, der Uurn- und Sport- Verbindung, durch die Betätigung der Alaccabaea-Berlm (m Hapojl-hazair und im Volksheim. Denn was uns theoretische BeschiMtigung mit jüdischen Dingen nicht zu geben vermag, das erhoffen wir von der praktischen Kenntnis de4s jüdischen Volkes in alten seinen Schichten durch persönliche Berührung. Durch sie soll unsere bisher r.db so platonische Liebe zur Volksgemeinschaft zur Glut cnlfccht werden Auf dem Gebiete der jüdischen Jugendbewegung, von der wir selbst ein Teil sind, soll das Betätigungsfeld unserer Korporationen liegen. liier ist nicht nur dem Schaffensdrang der Jungen ein Tummelplatz gegeben, sondern hier ist ihnen auch die Möglichkeit geboten, wertvolle^ Arbeit zu leisten, zunächst lür sich selbst» dann aber auch Arbeit von objektivem Wert. Wer nicht bewußt aus Furcht vor innerlichen L'nbequirnLichkeifcen vor öea Forderungen nicht nur der zionistischen Idee, sondern?:ueh der Wirklichkeit \veiche das Bedürfnis de Jungern nun einmall "darstellt, die Augen schließt, muß in den in der gekennzeichneten Rldtang liegenden Bestrebungen einen Fortschritt erblicken. Mau kann dieat Bestrebungen zusammenlassend als soziales Programm bezeichnen. - Wiellcicht ist^es nicht überflüssig zu bemerken, daß dieses soziale Prograimm nichts mit sozialistischer Gesinnung zu tun hat. Korporationen auf der Grundlage sozialistischer Gesinnung, die d<mi Einzelnen natürlich iresteht, hätten in unserem Kartell keinen Platz. Auch hier sei übrigens darauf hingewiesen, dufi m der deutschen Studentenschaft ähnliche Bestrebungen im Gange sind Erkennt nian aber diese Bestrebungen als einen ckc zionistischen NotwCnoigkeii entsprungenen Fortschritt an, so muß sieh unser Kartell <aazu bequemen, sich nach ihnen zu gestalten Die Einheit des Kartells aber ist hierdurch nur dann gefährdet, wenn ein Teil des Kartells hinter diesem Fortschritt zurückbleiben sollte and im alten, überwundenen Sinne nur innerhalb der Grenzen der Korporation weiterarbeiten wollte Nicht die Neuerer gefährden die Einheit des Kartells, denn sie ^nd im Recht, sondern die Konservativen: in deren Stillstehen liegt nie Cktiahr. Aufgabe -oer Träger der neuen Ideen wird es sein, diese Ideen uti Kartell durchzusetzen und damit die Einheit des Kartells wiederher/usößHeu. l ud es wird dieser Einheit nichts schaden, wenn die Verbindung^! sich auf verdenk iwrxw Gebieten der jüdi-cVn Bewcguui.»ti-cu; tvirü überall mit gleicher Hingabe an die jüdische Siehe gearbeitet, so wioil die Leistung iier einzelnen Korporationen dem Ansehen des ganzen Kartells zugute kommen: und aus der Achbmg vor der Leistung der Anderen auf deren Gebiet wird Liebe zum ganzen Kartell und Stolz aur dieses entspringvn, eine >chÖ!U- Pmndesbrüderhchkeit und neue Einheit des Kartells wird erstehen. 7u:n Schluh sei dtutlch abgerückt von üni Bestrebung-.:!!, die einen Zusa:n:r.e::se?dn!! von Gruppen innerhalb de> Kartells \v«i!en nicht auf

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