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Der jüdische Student · 1919-04-01 · Heft 1 (April 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 1 (April 1919)
Date
1919-04-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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\(y UpsJ'irz, Die Erneuerung des Kartells an die Einheit des Kartells gezeigt hatten. Blumenfeid ist Priiside des Kartells geworden, weil seine Idee auf dem Karfclltage sich durchgesetzt hat. __Außer Biumenteid wurden ins Präsidium gewählt: Moritz Bileski. Buchholz, Berthold Cohn, Salli Hirsch, Loewensteia, Walter AI o s e s , S m o i r a , Stein und Wunderlich. Die Gruppe um Zwirn lehnte eine Beteiligung am Präsidium ab, sie war aucTi nicht zu bewegen, in den Vorstand des Altherrenverbandes einzutreten. Doch sind alsbald nach dem KarteUtage Verhandlungen angeknüpft worden, und es besteht Aussicht, daß es "gelingt, alle Gruppen zur Arbeit heranzuziehen. — Nicht alle werden durch das Ergebnis des Kartellbgs restlos behiedigt sein. Jetzr aber heißt es nicht unfruchtbare Kritik üben und im Schmollwinkel stehen, sondern arbeiten; arbeiten, damit die Einheit des Kartells wirklich vollzogen wird, arbeiten, damit wir wieder irischen Zuwachs erhalten. . - : Wir leben in einer Zeit, die wir ohne Uebertreibttng als groß bezeichnen können. Unsere alte Zionshoifnung, für die unser Kartell und die Stammkartelle seit ihrer Begründung gearbeitet haben, soll sich jetzt verwirklichen. Wer hat da den Mut, um kleinlicher Djlfcrenzen wegen seine Mitarbeit, seine freudige Mitarbeit zu versagen?. Jetzt darf es nicht nur Organisationsformen und nur Korporationsfonnen oder ähnliches geben: jetzt geht es aufs Ganze! i Ein stenographisches Protokoll des Karteiltages er» scheint in einigen Wochen. Die Erneuerung des ECartells * Von Hans L i p s c h i t z (V. J. St. Maccabaea-Berlin A. H.) Berlin Was wir alle wußten, hat der Kartelltag nicht nur konstatiert, sondern zur Grundlage des Neuaufbaues unseres Kartells gemacht: nämlich die Tatsache, daß die Einhetilichkeit des Kartells, wie sie früher bestand, nicht mehr existiert Diese frühere Einheitlichkcit^war die Folge nicht nur der allgemeinen zionistischen Grundstimmung, so:unm vor allern der gleichartigen Betätigung der Einzelkorporafionen, welche auf dem Gebiete des Kampfes gegen die Assimilation durch Prop-i^anda der zionistischen Idee im deutschen Judentum lag, ja in früheren Zeiten auch zu einem beträchtlichen Teile auf dem Gebiete des Kampfes gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft — man denke nur d^ran, welchen Aufwand von Zeit, Arbeit und Interesse oie Leseh-iIIcnwahleii verschlangen. Dieses engbegrenzte, allgemeine Betätigungsfeld erzog die Bundesbrüder tatsächlich zu einem gewissen einheitlichen Typ, der im B. J. C. und i n K. J. V kaum verschiede-i war, wo aus sich wohl in der Hauptsache die ziemlich schmerzlose Vollziehung der Fusion dieser beiden Verbände im K. J. V. erklärt. Ich will diesen Typ hier nicht iviher darstellen: er ist bekannt und febt in vielen unserer älteren Piinuesbrfider. Nur auf eins sei hingewiesen: sicherlich war er zur Zeit seiner En*nehimg!er beste jüdische Typ im deutschen Judentum seit dem Beginn der Assimilation; aber es hat sich gezeigt, daß er noch sehr fern ist vom Typ der jüdischen Persönlichkeit. Ihm fehlen positiv jüdische Qualitäten: seine Schwachen beruhen darin, daß er nicht von den Anforderungen der jüdischen Zuk-unft gestaltet ist, sondern geformt ist .edigl-ch durch die

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