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Der jüdische Student · 1919-04-01 · Heft 1 (April 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 1 (April 1919)
Date
1919-04-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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HirsS, Der erste Kartelitag 9 Y. Verschiedene Beschlüsse. Angenommen wurde Antrag 16 in folgender Form: IG. Der Kartelitag beauftragt das Präsidium, nach <\bschiul> der Ketlarbeit eines jeden Semesters einen zahlenmäßigen Bericht zu erstatten, der insbesondere folgende Punkte berücksichtigen soll: i. die KeÄrioIge des K. J. V. nach Verbindungen und Heirrats orten bzw. Provinzen,?.. Vergleich mit den Erfolgen des K. C. urul anderer jüdischer paritätischer Verbindungen, Ii. Verhältnis unserer Erfolge zur Oesamtzahl der an den Universitäten und Heimatsorten vorhandenen Keilfüxe. — Als Ort des nächsten Kartelltags wird Frankfurt a. M. besirrrmrt, als Zeit ein Termin zwischen Weihnachten und Neujahr in Aussicht genommen. — l VI. Neuwahlen. Aul Antrag Bileski wurde folgendes Präsüd iura gewählt: Blumenfeld, Zwirn, Ascher, Kirschner, LeÜewer, Wunderlich, Stein, Bileski, Löwenstein, Hirsch, Bit ehrt o I z , Smoira, Berthold Cohn, Walter iMoses. Zwirn, Ascher, Kirschner und L e 1 e w e r lehnten die Wahl ab. In das Erweiterte Präsidium wurden gewählt: Siegfried Rosenbaum, Ginsberg, Lyon, WH Ii Unna, Percy Zadik, Siegfried Mases, BertiHirsch, Kutzenst-ein (Bremen), Richard Kaufmann, Tiefenthal, Kirojanker, Meinhold Nußbaum. Der erste Karfeüiag Ein vorläufiger Bericht von SalliHirsch Unser erster Kartelltag war nicht so wie wir ihn draußen olt erträumt hatten; er stellte nicht das befreite Aufatmen darj nach den qualvcüfen vier Kriegsjahren, das befreite Aufatmen trotz wehmütigen Gedenkens Wir konnten nicht befreit aufatmen, denn bis zum Schlüsse des Kartelftqgs war es 'uns, die w ir an die Aulgabe und die Zukunft des K. J. V. glauben^, zweifelhaft, ob es gelingen würde, die Einheit des Kartells zu eulialten. Das war das Kernproblem dieses Kartelltags, hinter das alle ändere Fragen zurücktraten, ob es weiter ein einheitliches K. J. V. geben würde oder statt dessen zwei oder drei Ringe unter mehr oder minder fest iDnganisaiorischer Zusammenfassung. Die Erhaltung des Kartells, das war die Grundfrage, von der alle anderen Fragen ihre Bedeutung erhielten: unter diesem Gesichtspunkte sind auch die Ergebnisse des Kartelltags zu würdigen : nicht nur die sachlichen sondern auch die Personein ragen winden unter diesem Gesichtspunkte — der Wahrung der Kartelleinheit — beäandelt. E> bedarf keiner Darlegung, daß, wenn hier von Erhaltung des Kartells und Wahrung der Kartelleinheit die Rede fist, dies nur in dem Sinne einer geistigen Einheit zu verstehen ist. Nicht nur die Erhaltung eines organisatorischen Gebildes, das man weiter K. J. V. nennen könnte, häufelte es sich, sondern darum, wirklich die zwölf hundert jüdischen Akademiker und weiter alle diejenigen, die wartend vor unsern Torem stehen» zu esuer ein* heitlichen, von einer Grundstimnumg — dem;JK. J. V.-Geiste" - gefcagenen Gesellschaft ziKainr.ic]i/ufas»eii. Das war die Aufgabe, die dc:n DCartcIIicfg gestellt war. Die Lösung ist nicht vollkommen gelungen: mch in früheren Zeiten hat wohl nie ein Kartelitag die ihm gestellte Anfgibe —

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