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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 12 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 12 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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178 Berichte worden. Als Dank für unsere Einladung hat er uns eine;Spende von 50 Mark überwiesen. . I . im Anschluß an die Gründung des Bezirksverbandes fand die offizielle An t r i 11 s k n e i p e der Hatikwah statt. Bbr. S u I k e aus Leipzig war als Vertreter der Leipziger Hatikwah erschienen, Delegierte der zionistischen Ortsgruppe und des Jüdischen Turnvereins hatte' unserer {Einladung Folge geleistet und mit den Keilfüxen hatte sich die .stattliche Anzahl; von etwa 20—25 Festteilnehmern versammelt. A. H. Max H u r w i t z leitete die Kneipe. Die Tendenzrede von Kurt Tue hier fand, einen derartigen Widerhall bei den in der Zwischenzeit vorgekeilten Füxeh, daß sich an der ersten Keilveranstaltung der Hatikwah drei Faxe aktiv meldetein. Beim Beginn des Zwischensemesters zählten wir zehn Bundesbrüder,. Eine Fülle von Arbeit ist zu bewältigen, wenn im Interesse der allgemein zionistischen Sache und der besonderen Arbeit für das Kartell irgend ein bleibender -Erfolg erzielt werden soll. Bei dieser .Gelegenheit will ich erneut darauf hinweisen, daß das Präsidium durchaus irriger Ansieht ist, wenn es annimmt}, daß für uns Halle ein unfruchtbarer Boden war und daher ewig bleiben müsse. Es ist festzustellen, daß die jüdischen Akademiker aus Sachsen und Anhalt nicht mehr nach den süddeutschen .Universitäten gehen, sondern in Halle und Leipzig bleiben. Der« K. C. hat dies rechtzeitig erkannt; er hat daher rührige Leute hergeschickt, die hier eine Korporation eröffnet und bisher sieben Füxe aktiv gemacht haben. Wir haben bisher ohne jegliche Unterstützung durch das Präsidium arbeiten müssen und wenn man berücksichtigt, daß sich bisher nur ältere Bundesbrüder im 12. bis 17. Semester in Halle befinden, die ■ durch Examensstudien stark in Anspruch genommen sind, so kann man bei einer verständigen Würdigung ihrer Tätigkeit mit den bisherigen Erfolgen sehr wohl zufrieden sein. Wie dem auch sei, wir in Halle haben den Ernst der Situation erkannt, wir wissen, daß es sich »jetzt darum handelt, entweder in Mitteldeutschland dauernd Fuß zu fassen oder aber jeglichen Einfluß zu verlieren. Dementsprechend haben wir unsere Maßnahmen getroffen, ^Außerhalb des Stammtisches betätigen wir uns weiter in dem oben angeführten Rahmen. Um! bei der Menge des Keilmaterials systematisch zu arbeiten und ferner den Füxen einen geordneten Fuxenunterricht zu erteilen und .zwischen den Bundesbrüdern den . im Kartell bisher üblichen bundesbrüderlichen Konnex zu bewahren, ist auf dem letzten Konvent folgendes beschlossen worden: Die Leitung des Stammtisches wird Bbr. Felixbrodt übertragen. Die zweite Charge wurde mit Bbr. B e r n d t besetzt, der zugleich zum Fuxmajor bestimmt wurde. Als Dritter wurde Hurwitz in den C.C. gewählt. Der Fuxenunterricht wird von Berndt und Tuchler erteilt. Die Keilarbeit wird von Bbr. Berndt geleitet, der hierbei von Sonnenberg und Salomion unterstützt wird. Offiziell ist für alle Bundesbrüder die Teilnahme in den Sitzungen der zionistischen Ortsgruppe und an den Veranstaltungen des jüdischen Turnvereins. Ferner ist jeden Sonnabend nachmittag von 4 Uhr ab offizielle Zusammenkunft im Cafe>Monopol (am Stadttheater). Die Sonnabendabende sollen zu offiziellen Keilveranstaltungen in Halle und in Leipzig verwendet werden. . Wehn wir noch einen oder zwei jüngere aktive Burschen hier hätten,, würden wir mit Rücksicht auf die geänderten Verhältnisse sehr viel erreichen, vielleicht mehr als an Universitäten, die gerade in letzter Zeit vom Präsidium warm" empfohlen werden. Man darf Ursache und; .Wir-

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