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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 12 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 12 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Berichte 177 in -der angedeuteten Art können wir es allmählich erreichen» daß. <üe gesamte jüdische Jugend sich daran gewöhnt, sämtliche jüdischen Frage» mit (unseren Augen zu sehen. Schließlich werden wir uns in viel umfangreicherem Maße als bisher der Institutionen der S c hü le r vje rein e, Wanderbünde usw. bedienen müssen. Es-ist anzunehmen, daß jüdische Schulvereine von Seiten der Schule keinerlei Schwierigkeiten mehr zu erwarten haoen, so daß alle die bisherigen Hindernisse nicht mehr vorhanden sein werden. Diese Schülervereine wird man freilich unter steter Kontrolle unQ Beeinflussung halten, müssen, wozu gleichfalls die Leiter der Orts-Verbände berufen sind.- Eine derartige Gestaltung des Keilressorts erscheint mir als die einzige Möglichkeit, alle plie Aussichten, die uns die Zukunft nach dieser Richtung iiin bietet, ausnutzen — und es sind, wie aus ,&em Keilbericht über die; Kriegszeit hervorgegangen sein dürfte, wahrlich nicht wenige —„ Wir, müssen uns aber darüber klar sein, daß nur eine .solche Keilarbeit Aussicht auf Erfolg bietet} denn viel stärker als bisher werden wir in Zukunft gegen einen gut arbeitenden K. C. und gegen einen noch besser arbeitenden B. J. A. zu k ä m p 1 e n h a b en, H orodis c h & ' . -——- BERICHTE Stammtisch Im K. J. V. Hatikwah zu Halle a. S. Jahrelang pflegte ich einsam die Erinnerung an die Hatikwah-Halle. Ich hatte mich mit dem Gedanken abgefunden* auf fange Zeit hinaus der einzige K. J. V.-er in Halle zu sein. Doch wie überall orachte auch hier der Ausgang des Krieges eine vöEige. Umwälzung, Die Hatikwah-Halle ist wieder da, und zwar mächtiger denn * Im Laufe des Januars fanden sich insgesamt sechs Bundesbrüder in Halle ein und wir konstituierten von neuem den ehemaligen Stammtisch „Hatikwah". . Wir nahmen sofort Fühlung mit den halleschen jüdischen Organisationen. Bbr. Kurt Tuchler wurde als Vorstandsmitglied dier zionistischen Ortsgruppe zugeteilt:, die er in kurzer Zeit durch seine Tätigkeit neu belebt und zu wirklich positiver Arbeit angeregt hat. t In den national-jüdischen Turnverein, dessen Gründer vor vielen jähren Bbr. Ludwig Pinner war und1 deml seither Bbr. Felixbrod't vorsteht, wurde Fritz Brandt delegiert. Der Turnverein ist insbesondere ein geeignetes Mittel, unter den jungen Kaufleuten im: national-jüdischen Sinne propagandistisch zu wirken, sie im Laufe der Zeit der Ortsgruppe {zuzuführen un*$ dann mit ihrer Hilfe die Arbeit im neutrafen jüdischen Jugendverein nicht völlig unserem Einfluß entgleiten zu lassen. Durch Bbr. FeUxbrodi, der dem Vorstande des Jugendivereins angehört, ist uns also eine Betätigung int Rahmen der neutralen Jugendbewegung ermöglicht. Abgesehen von dieser Arbeit außerhalb des Stammtisches gingen wir an eine Zusammenfassung äler in dem ehemaligen Känigreicft Sachsen, in der Provinz Sachsen und in Anhalt befindlichen K.J. V.-er in dem1 Bezirksverband Sachsen-Anhalt. Am Sonnabend* den 21. Januar 1919, fand die Gründungsversanimfung des Bezirksverbamies unter dem Vorsitz von-A.H. Max Hurwitz statt. Herr Justizrat Dr. Äscher aü£. Dessau, der schon seit Jahrzehnten sich int Dienste der (zionistischen Idee' iir: unserem Bezirksverbande, betätigt hat, war von uns; -eiiigeladenf

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