Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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364 BifesH Sport-V. J. St. Erstrebte Stellung einer festgeschlossenen Stimmung und Arbeitsgemeinschaft. Der Bau des neuen Palästina und die Erkenntnis, daß fruchtbar lauf die Dauer nur eine Besiedlung sei, die sich allein auf Arbeit und Gemein- -sinn stützt, ist längst Gemeingut der zionistischen Jugend überhaupt. Unsere Arbeitsgemeinschaft bedeutet ein Zusammerischaffen mit allen denen„ <lie dafür eintreten und erkennen wollen, wie eine Besiedlung unter kapitalistischen Tendenzen nach Möglichkeit verhindert werden kann. Denn ^eine solche kann nach unserer Ansicht den Aufbau und das Wohl Palävstinas weiterhin aufs Schwerste gefährden. Nicht, bedeutet die Arbeitsgemeinschaft ein Festleg n des einzelnen Maccabaeersauf bestimmte :&ozialistische Forderungen. Es kommt uns im wesentlichen auf den Gedankenaustausch und die gemeinschaftliche soziale Arbeit mit dem fiapdel hazaii und darüber hinaus mit der zionistischen Arbeiterschaft und Jugend "der ganzen Welt an. Die Erziehungsarbeit der jüngeren Bundesbrüder wird wie bisher durch ^Fuxenstunden und Hebräisch geleistet. Den Nachwuchs schaffen wir uns Idurch Heranbildung einer Schülerschaft, im übrigen durch Keilarbeit. Die fiteren Bundesbrüder sollen möglichst Gruppen arbeit im Hapöel hazair übernehmen, ohne daß ein Zwang und Abschluß gegen das übrige'Kartell bezweckt wird. Im Gegenteil, wir glauben, daß die Lebenskraft des Kartells durch eine Spezialisierung nur gefördert wird. Es war bisher nicht üblich, daß die Biindesbrüderlichkeit durch verschiedene Methoden der sachlichen Arbeit für Erez Israel getrübt wurde; Nach wie vor bleibt unser Programm: die Erziehung der Bundesbrüder zu männlicher Festigkeit des Urteils und Hingabe an die einmal erkannte Richtigkeit des Zieles. Sport-V. J* Sfa Von Moritz Bileski, (Ruder-V. J. St. 11. V. J. St. Maccabaea-Ber.in A. H.) Einige Angehörige der Berliner K. J. V.-Verbindungen haben sich unter Unterstützung des Altherrenbundes des Ruder-V. J. St. zur ^Gründung einer neuen Korporation zusammengeschlossen, deren besonderes Arbeitsgebiet die "Pflege des Sports, besonders der Le;chtathleti<k, und des Turnens ser'n soil. Dem Kartelltag wird das Gesuch des Sport -Vereins Jüdischer Studenten um Aufnahme in das K. J. V. vorliegen. Es ist selbstverständlich, daß die wichtigste Aufgabe des Sport-V. J. St., die allen K. J. V.-Verbindungen gemeinsame ist: zionistische Erziehung und Vorbereitung im K. J. V.-Sinne auszuüben. Auch die neue Korporation wird vor jeder besonderen Tätigkeit danach streben, ihre Mitglieder zu einer engen persönlichen Gemeinschaft zu verbinden, oeren Grundlage und Wirkung sich in der Entschiedenheit der zionistischen Gesinnung und xiem Getühi für die. Notwendigkeit zionistischer, das Leben bestimmender "Leistung äußert. Das besondere Arbeitsgebiet des Sport-V. J^ St. soll in erster Linie nur als wirksames Mittel zu diesem allgemeinen Ziele beurteilt werden« Aber wenn man daran geht, die vielgestaltige Zusammenstellung der Berliner K. J. V.-Typen noch um eine neue Tönung zu vermehren, so 'müssen selbständige Werte der neuen Eigenheit die Notwendigkeit begründen. Hier ist zunächst auf das propagandistische Moment hinzuweisen. Der Sport ist im Leben der Jugend ein bedeutender, von den meisten unserer