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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 53)
Language
German
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Preuße Die Arbeitsgemeinschaft tional-jüdischen Jugend vor sich geht Wir bedürfen dieser Freiheit um unserer sittlichen Heranbildung willen, 4ie, wie sie im Grunde nnur unter Kameraden möglich ist» gehemmt wird, we; räche über alle Fragen des Lebens an den Personen bestimmter Organisationen Halt zu machen gezwungen ist Wir haben kein Interesse an Klatsch oder gehässiger Kritik; abes wenn einer aus dem Kreise der Organisation etwas tut, was unbedingt in die Diskussion über die nationale oder menschliche Sittlichkeit hingehört» dann Werden wir keinen Anstand nehmen, darüber mit der Offenheit zu sprechen, die sich Kameraden einander schuldig sind. Und wir werden da» Prinzip der Bundesbrüderltchkeit nicht so weit erstrecken, daß es uns in einem solchen Falle eine Rücksichtnahme gebieten könnte, die vielleicht gegenüber den Deutschen und Antizionisten notwendig, unter un£ aber, d. hrinnerhalb der national-jüdischen Jugend undurchführbar ist. Auch die national-jüdische Oesamtorganisation ist als solche nicht die wahre Gemeinschaft. Aber in ihr finden wir ,uns alle, auch wenn wir nicht Kameraden sind. Sie ist die höhere Einheit, wenn sie es vep» steht, in den einzelnen Organisationen den Weg nach Zion frei zu machet* Das Kartell von heute ist in Gefahr, diesen Weg zu verlieren! Die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Maccabaea mit dem Hapoel hazair Von Walter P r e u ß (V. J. St. Maccabaea, Berlin, A. H.) Berlin Da über die Arbeitsgemeinschaft der Maccabaea mit dem Hapoel*hazair afierlei Gerüchte im Karteil herumlaufen, so halten wir es tür richtig, i* Anbetracht des nahen Kartelltags einige Worte darüber zu sagen. Der Konvent der Maccabaea hat folgenden Beschluß gefaßt: „Die Maccabaea erstrebt ein Zusammenarbeiten mit dem Hapoel hazair. Ein gesinnungsmäßiger Abschluß gegen das Kartell ist damit nicht beabsichtigt." Es folgen einige Angaben über die praktische Arbeit, auf die ich noch komme. Dieser Beschluß, ist in Uebereinstimmung mit dem Altherrenbund gefaßt worden. Der Beschluß entstammt der Gedankenrichtung, die Berthold Cohn im vorigen J. St. skizziert hat. Wir halten ein Hinaustreten der Maccabaea als Gemeinschaft in den großen Kreis der zionistischen Jugend und Arbeiterbewegung für dringend nötig. Der Hapoel hazair ist die einzige Organisation in Berlin, die imstande war, jüdische Arbeiter und gleichzeitig in der Hechaluzbewegung auf Palästina gerichtete Kreise der zionistischen Jugendbewegung Deutschlands an sich zu fesseln. Gleichzeitig bot sich hier die von uns in steigendem Maße als notwendig erkannte gemeinschaftliche Arbeitsmöglichkeit zwischen Ost- und Westjudentum: in Gruppenarbeit Kewuzoth), gemeinsamen Palästinakursen, in Diskussionen sozialer Arbeit Auch die Arbeit im Vollksheim liegt in der Richtung unseres Strebens. Im Hapoel hazair arbeiten wir mit demjenigen Teil der ostjüdischen Ar beiterschait zusammen, dessen ganzes Streben in Tat, Denken und Spracher auf Erez-Israel gerichtet ist. Für _die Maccabaea ist damit die Stellung im K. J. V. in nichts geändert. Zunächst gewinnt die Maccabaea als solche die im Kartell immer

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