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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 55)
Language
German
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BifesH Sport-V. J. St. 165 \ Bundesbrüder immer noch unterschätzter Faktor. Es gibt eine erfoebhche Anzahl jüdischer Jungen, deren sportliches Interesse so stark ist, daß die Möglichkeit des Anschlusses an eine tüchtige Sportkorporation den Ent~ schiuß über die Gestaltung ihres studentischen Lebens bestimmen wird*. Eine andere Aufgabe des Sport-V. J. St. betrifft die Innenarbeit des Karteils, Es ist vielleicht heute. wieder notwendig, auf die Selbstverständlichkeit hinzuweisen, daß körperliche Erziehung eins unserer wich* tigsten Ziele ist. Für diese Tätigkeit wird der Sport-V. J. St. ein lebenskräftiges Zentrum bilden, dessen Wirkungen sich hoffentlich bald im Kartell bemerkbar machen werden. Der Sport-V. J. St. arbeitet ja nicht nur für sich, sondern die Kartellwandeningen der Aktiven werden, besonders bei einiger planmäßiger Lenkung, dahin führen, caß sich bald in jeder Karteilkorporation Leute befinden, die ein genügendes' Maß von Sachkenntnis und Interessiertheit besitzen, um einen ausreichenden Sport¬ oder Turnbetrieb einzurichten. Die körperliche Erziehung, wie sie im- Sport-V. J. St. selbst geleistet und durch ihn dem Kartell vermittelt werden soll, wird von Anfang an unter den Einfluß des Palästina-Gedankens zu stellen sein. Jeder, der einen Beruf für Palästina ernsthaft ins Auge faßt, muß an seiner körperlichen Ertüchtigung arbeiten; überall muß esr klar sein, daß> der junge Jude durch sportliche und turnerische Durchbildung sich den Weg nach Palästina erleichtert. Schließlich ist die vielleicht wichtigste Aufgabe zu erwähnen, die den* Sport-V. J. St. von Anfang beschäftigen wird. Er soll — im Verein mit dem Ruder-V. J. St., mit dem er überhaupt eng zusammen arbeiten wird, während andererseits die technischen Verschiedenheiten einen selbstän* digen Betrieb notwendig machen — das Zusammenwirken t:es Kartells mit der jüdischen Turnerschaft und damit die Verbindung des Karteiis mit einem wichtigen Teil der jüdischen Jugendbewegung sichersteilen. Es. ist in der letzten Zeit schon darauf hingewiesen worden, wie wichtig es ist* daß das Kartell endlich in der Turnbewegung ernsthalt arbeitet. Es sind keineswegs nur die Folgen körperlicher Gesundung und Erstarkung, die sportliche Betätigung der jüdischen Jugend wünschenswert machen. Min-> destens ebenso wichtig sind die inneren Wirkungen. Wenn wir Sport und Turnen in der jüdischen Jugend ausbreiten, so werden wir uns- Träger des zionistischen Gedankens erziehen, wie wir sie brauchen werden. Sie sind durch eine gemeinschaftliche Aufgabe eng verbunden, an Unter^ Ordnung, 'Einreihung und Hinwirken auf ein gemeinsames Ziel gewöhnt. Festigkeit des Willens und eine entschlossene, gefühlsselige Weichlichkeifen ablehnende Stimmung werden gute Früchte bringen, wenn mit ihnen eine tief begründete und hingebenae zionistische Gesinnung verbunden wird. Tatkraft und Sinn für planvolle und energische Arbeit werden in der nahen Zukunft von besonderer Bedeutung sein, die auf tätige junge Juden angewiesen sein wird. Diese Vorzüge, die ja auch für die Erziehungsarbeit innerhalb des Kartells sehr wertvoll sind, werde» in ihrer Erheblichkeit dadurch gesteigert, daß die Sport- und Turnbewe-* gung sehr weite*Kreise der jüdischen Jugend wird aufnehmen können. Daß Sport und Turnen Mittel sind, Massen, insbesondere der Jugend, zw organisieren, und in den Dienst von Ideen einzuspannen, ist ja bekannt. Der Sport-V. J. St. wird mit der Turnerschaft in derselben Weise zusammen arbeiten, wie jetzt der Ruder-V. J. St. mit der ivria. Er wird nicht nur führende Kräfte steilen, sondern durch teilweise gemeinsamem Betrieb (in Berlin mit dem Bar Kochba) eine unmittelbare, lebendige Wl«v kiHig ausüben, die hoffentlich in kurzer Zeit zu der wünschenswerferB

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