Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
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156 Stein, Grundsätze zur künftigen Gestaltung des.K. J. Vv mitgliede eine besondere Hingabe ,an die Sache verlangt. Im Interesse des Kartells wie der andern zionistischen -Verbände'.in, Deutschland wird' def- Gedanke abgewiesen, daß das K. J„ V. ein Sammelbecken iür möglichst ..alle Monistischen Krätte in Deutschland sein soll. Die überspannte- Exkltb sivität dei» studentischen Verbindung wird durch das Eintreten in Arbeits«? gemeinschaften mit nicht-akademischen Verbänden bereits beseitigt,. 13. Im Rahmen der hier aufgestellten Grundsätze ist es jeder Korporation freigestellt, ihr geselliges Leben nach Belieben einzurichten, die Mittel zur Durchführung der Disziplin zu wählen, sich besondere Arbeitsgebiete zu schaffen und in Arbeitsgemeinschaften einzutreten. 14. Angesichts der größeren Selbständigkeit der Korporationen ist zur Erhaltung der Geschlossenheit des Kartells ein mit starker Autorität ausgestattetes Präsidium erforderlich. Zwecks möglichst engen Zusammenhangs der Zentrale mit dem Kartell bildet das Präsidium mit vom KarteOtag zu wählenden, außerhalb Berlins wohnenden rJundesbrüdern ein erweitertes Präsidium, das nach Bedarf, mindestens - aber vierteljährlich! einmal zusammentritt. Das ausführende Organ bleibt-jedoch unbeschränkt die Berliner Zentrale. Die Leiter des neu zu schaffenden Altherfen-Verbandes werden als solche Mitglieder des Präsidiums. Ebenso soll der Träger des zu schaffenden. Kartellsekretariats Mitglied des Präsidiumssein. III. Stellung der Alten Herren Es ist nach wie vor erstrebenswert, daß' die Alten Herren im Korporationsleben dem Zusammenhang mit den jüngeren Generationen aulrecht erhalten und innig auszugestalten. Die Regelung der darüber hinausführenden Arbeit und des. gesellschaftlichen Zusammenschlusses der Altem Herren ist Aufgabe des neu zu schaffenden Altherren-Verbandes. Diese Organisation ist so zu formen, daß sie sich fest in das Kartell einfügt. Der Gedanke, die Alt-Herrenschaft von den Korporationen abzuspalten, wird abgelehnt Vom wahren Sinn dei* Gemeinschaft Von Julius Levinsohn, Königsberg i./Pr. Der national-jüdische Judentag war für viele eine Enttäuschung. Man wäre aber ungerecht, wollte man sagen, daß der Jugendfag uns nichts gebracht hat. Er entrollte ein Problem von großer Wichtigkeit, die Frage: wie sollen wir uns für Palästina vorbereiten? Und die Antwort auf diese Frage war eindeutig genug, um allen denen, die hier um eine Antwort rangen, die Augen für das zu öffnen, was uns not tut. Und doch haben auch die recht, die enttäuscht darin gingen. Das Problem, das den Jugendtag beschäftigte, war im Grunde eine Sache des einzelnen; es faßt den einzelnen nicht in seinem Verhältnis'zur -Gesamt- *) Levinsohn ist der Führer einer . Gruppe von Königsberger Kr. J. V.-ern, die aus dem K. J. V. ausschied, weil eine Verständigung zwischen ihr und der Majorität des Königsberger Konvents sich als nicht möglich erwies. Das theoretische und praktische Programm seiner Gruppe: hat Levinsohn in diesem Artikel entwickelt, den er vor seinem Ausscheiden einreichte. Zu diesem Programm aber bekennen sich, wie man weiß, nicht nur die K.J.V.-ec, die in Königsberg austraten. D. Red,