Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Bericht des Präsidiums Frage kommenden und zurzeit beim' Jüdischen Verlag vorrätigen Literatur hei, indem ich die Bücher für Anfänger und Vorgebildete gesondert aufführte. Da jedoch auf eine Bestellung nur durch einen kleinen Teil zu rechnen war, hat das Präsidium einem jeden zwei Broschüren nachj Wahl dediziert. Ferner schien es mir wichtig, in allen möglichen Fällen dafür Sorge zu tragen, daß, ältere Bundesbrüder, die mit einem Fuxen draußen für einige Zeit zusammentrafen, sich um diesen kümmerten und ihm aurch mündliche Aussprache unsere Ideen vermittelten. Ich wandte mich in mehreren Fällen an diese und teilte ihnen mit, was ich über die Vorbildung des betreffenden Fuxen wußte. So ist sogar io Etappenorten mitunter ein regelrechter Fuxenunterricht zustande gekommen, über den sich die daran Beteiligten mir gegenüber sehr zufrieden äußerten. Unsere Kriegsfüxe werden in der Friedenszeit;ür die Entwicklung und Neukonstituierung des K. J. V. von entscheidender Bedeutung sein. Aus ihnen wird sich vorwiegend die Aktivitas in den einzelnen Verbindun-' gen zusammensetzen. Um einen ungefähren Ueberblick über die Tendenz- Festigkeit und K. J. V.-er-Gesinnung der Einzelnen zu erhalten, habe ich eine Statistik angelegt, in der ich alles erhältliche statistische Materia! aufführte. Ueber einen Teil der Kriegsfüxe war ich durch meine Privatkorrespondenz bereits informiert. Um aber auch etwas über die anderen zu wissen, wandte ich mich an sämtliche Verbindungen und Stammtische mit der Bitte, mir Auskunft zu erteilen: 1. über die Namen der Füxq, 2. wie lange sie aktiv seien, 3. wann sie eingezogen v/orden seien und wie lange sie am Korporationsleben teilgenommen hätten, 4. ob sie mit den Verbindungen oder Bundesbrüdern in Einzelkorrespondenz standen^ 5. ob sie Leibburschen hätten, 6. wie sie zum Zionismus und K. J.V. «tänden, 7. ob sie dem Blau-Weißi oder sonstigen Jugendorganisationen angehörten. Nur wenige Verbindungen waren in 'der Lage, mir genaue Auskünfte zu erteilen; andere antworteten recht ungenügend und wußten mitunter noch nicht einmal, wieviel Kriegsfüxe sie hatten; eine Verbindung fiat mich ganz im Stich gelassen. So habe ich trotz eifrigen Bemühen,« über etwa vierzig nichts in Erfahrung bringen können. In diese Zahl sind allerdings einige derjenigen Kriegsfüxe mit eingerechnet, die bisher noch keiner Korporation angehörten, die sogenannten „Präsidiumsfüxe". Aber auch über die anderen konnte ich kein klares Bild gewinnen, da die Auskünfte der Verbindungen mangels genauerer Kenntnis mx unvollständig waren. Hinzu kommt, daßi so manche Angaben von Korporationen über „tadellosen Zionismus" und „gefestigtes K. J. V.-ertum" mit um so größerer Vorsicht aufgenommen wurden mußten, als die im Auftrage der Korporation schreibenden Bundesbrüder selbst noch teils Füxe, jedenfalls noch sehr jung waren. Immerhin habe ich einen gewissen Ueberblick bekommen. Es stellte sich heraus, daß wir von etwa feundert Füxen überzeugt sein können, daßi sie sich im K. J. V. heimisch fühlen und in unserer Tendenz verankert sind. -Etwa dreißig Kriegsfüxe gehören dem Blai '-Weifl mn. Ein erheblicher Teil ist: bereits geburscht. Ich selbst* habe in einem Rundschreiben die Verbindungen angeregt, eine Möglichst weitherzige Burschung der Kriegsfüxe vorzunehmen, dabei allerdings den Grundsatz zu befolgen, daß' nur diejenigen hierfür in Frage kommen, die tendenzfest sind und die Grundvoraussetzungen eines K. J. V.- ers erfüllen. Auf umfangreiches Wissen konnte es unter jden obwaltenden Umständen natürlich nicht ankommen. Grundfalsch' wäre es nun, anzunehmen, daßi die übrigen 180 unsichere _JKanionistenseien. Ueber einen großen Teil k<mirt^.jdie ..yerbindungjCTr